Die Woche | 25.02. – 03.03.2017

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

Arbeitslosigkeit im Februar gesunken
In keiner anderen autonomen Gemeinschaft des Landes ist die Arbeitslosigkeit im letzten Monat so stark zurückgegangen, wie auf den Balearen. So waren hier im Februar knapp über 68.600 Menschen ohne Job, 4,6 Prozent weniger als noch im Januar dieses Jahres.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit auf Mallorca und den Nachbarinseln im Februar sogar um fast 11,3 Prozent gesunken.
Positive Meldungen vom Arbeitsmarkt gibt es aber auch in ganz Spanien: Insgesamt lag die Arbeitslosenzahl im letzten Monat bei rund 3,7 Millionen, die beste Quote der letzten sieben Jahren.

Palmas Einwohner stimmen ab
Die Einwohner von Palma dürfen über einen Teil des Stadtbudgets entscheiden. Der Betrag von 1,5 Millionen Euro soll in verschiedene Projekte fließen. In welche, das entscheiden die Bürger in den nächsten Monaten: Auf der Homepage der Stadt sowie in mobilen Büros in Palma können die Einwohner vom 1. bis 23. April ihre Vorschläge einreichen. Diese werden dann gefiltert und im Juni veröffentlicht. In verschiedenen Wahlphasen stimmen die Bürger dann bis Anfang Oktober ab.
Klar ist bislang, dass 900.000 Euro des zur Verfügung stehenden Geldes in die verschiedenen Stadtteile fließen, 600.000 Euro gehen in ein Projekt, das der gesamten Stadt zugutekommt.
Schon im letzten Jahr durften die Bürger von Palma über einen Teil des Budgets mitbestimmen. Die meisten Stimmen bekam dabei das Projekt, im Parc sa Riera einen urbanen Wald zu schaffen. An zweiter Stelle war die Instandsetzung des Gesa-Gebäudes an Palmas Stadteingang.
Rund 1.000 Bürger haben letztes Jahr bei der Abstimmung mitgemacht.

Gegen Cursach wird in 15 Fällen ermittelt
Wie bereits berichtet, wurde am Dienstag (28.02.) Bartomeu Cursach verhaftet. Ihm gehören auf Mallorca zahlreiche Hotels, Restaurants und Clubs, wie zum Beispiel der Megapark, das Titos, das Pacha und das BCM.
Der Unternehmer soll in den Korruptionsskandal der Lokalpolizei von Palma verwickelt sein. Wie die spanische Tageszeitung „Diario de Mallorca“ heute schreibt, wird gegen ihn in 15 Fällen wegen verschiedener Delikte ermittelt.
Neben Cursach selbst wurden auch noch zwei seiner engsten Mitarbeiter verhaftet – und zwar Tolo Sbert und Antoni Bergas.
Die Nationalpolizei durchsuchte unter anderem den Megapark, das Titos und das Privathaus des Großunternehmers. Die Ermittlungen dauern an.

Feuerbakterium auf den Balearen soll eingedämmt werden
Die Balearenregierung will das Feuerbakterium eindämmen, nicht aber tausende von Bäumen auf den Inseln vorsorglich zerstören. Mit diesem Anliegen reist der balearische Umweltminister Vicenç Vidal am Montag (6.3.) nach Brüssel. Dort will er die Europaparlamentarier von diesem Vorhaben überzeugen, das auch laut der hiesigen Pflanzenexperten die vernünftigste Lösung sei. Konkret heißt das, dass die Inseln zur sogenannten Eindämmungszone erklärt werden sollen, in der nur infizierte Bäume vernichtet werden. Laut Vorgaben der EU müssten eigentlich alle Pflanzen, die sich im Umkreis von 100 Metern um einen befallenen Baum befinden, zerstört werden – also auch zahlreiche gesunde Pflanzen.
Derzeit sind auf den Balearen rund 130 Fälle von betroffenen Bäumen bekannt.
Das Feuerbakterium, dessen lateinischer Name „Xylella fastidiosa“ lautet, ist Ende des letzten Jahres das erste Mal auf Mallorca entdeckt worden. Das Bakterium, das aus Amerika eingeschleppt wurde, befällt vor allem Nutzpflanzen und wird von Insekten übertragen, die den Erreger in sich tragen.

Bus vom Flughafen nach Magaluf: Fünf Euro!
Wie bereits berichtet, werden ab Mai Busse eingesetzt, die Touristen von Mallorcas Flughafen in verschiedene Urlaubsgebiete der Insel fahren. Derzeit bereitet die Balearenregierung alles dafür vor, zum Beispiel werden gerade die Tarife für die Fahrten festgelegt. Nach ersten Angaben werden die Tickets zwischen fünf und zehn Euro kosten. Wie die Verantwortlichen bekannt gegeben haben, soll zum Beispiel eine Fahrt von Palmas Flughafen bis nach Magaluf rund fünf Euro kosten, nach Cala Millor zehn Euro. Somit wäre eine Fahrt mit dem Bus um bis zu 90 Prozent günstiger als mit dem Taxi. Je nach Tag und Tageszeit kann eine Taxifahrt vom Flughafen bis nach Cala Millor fast 100 Euro kosten.
Die Taxifahrer fürchten durch den Einsatz der Busse herbe Verluste und wollen das Projekt mit allen Mitteln verhindern. Sie haben für die kommenden Wochen Streiks und Proteste angekündigt.
Die Balearenregierung erklärte aber, dass die Busse in jedem Fall kommen werden. Diese fahren dann vom Airport in die großen Urlaubsorte sowie in kleinere Dörfer und Städte, wie zum Beispiel Inca und Santanyí.

Projekt „Blue Islands“ – Wie wirkt sich Müll auf die Strände aus?
„Blue Islands“ – so lautet der Name eines europaweiten Projektes, bei dem konkret erforscht werden soll, welche Auswirkungen Müll, der an Stränden hinterlassen wird, auf die unmittelbare Umgebung hat.
Neben den Inseln Rhodos, Mykonos, Kreta, Malta und Sizilien macht auch Mallorca mit. Im Rahmen des Projektes werden hier in den nächsten drei Jahren die Strände Playa de Torà in Paguera, Sa Canova in Artà und Es Caragol in Santanyí genauer unter die Lupe genommen. Laut Angaben des Inselrats fiel die Wahl auf diese drei Strände, da sie unterschiedlich frequentiert werden: Während der Strand von Paguera zum Beispiel vor allem von Touristen besucht wird, befinden sich am Strand von Artà hautsächlich Einheimische.
Die drei Abschnitte sollen nun genauestens beobachtet werden, so wird zum Beispiel der hinterlassene Müll im Labor untersucht, außerdem werden hier regelmäßig Wasserproben genommen.
Das Projekt umfasst auch eine Aufklärungskampagne, dabei soll Einheimischen sowie Urlaubern nahegelegt werden, ihren Müll selbstständig zu entsorgen und zu trennen.

18 Millionen Euro für balearische Sturmopfer
18 Millionen Euro fordert die Balearenregierung von der Zentralregierung in Madrid, um die Personen zu unterstützen, die bei den Unwettern im Dezember und Januar großen Schaden erlitten haben.
Wie Balearenpräsidentin Francina Armengol erklärt hat, wurde in den vergangenen Wochen eine Übersicht darüber erstellt. Diese Liste wurde jetzt der Zentralregierung in Madrid überreicht. Armengol pocht darauf, dass das Geld aus dem Topf bezahlt wird, der extra dafür angelegt wurde, um Unwetterschäden zu begleichen.
Starke Regenfälle, orkanartige Windböen und Schnee sorgten im Winter auf Mallorca für Überschwemmungen und Verwüstungen. In zahlreichen Gemeinden wurden Gebäude, Straßen und Felder stark in Mitleidenschaft gezogen.

Mallorcas Hoteliers zahlen 50 Millionen Euro Schadensersatz
Mallorcas Hoteliers in der englischen Touristenhochburg Magaluf sind über die Dreistigkeit der Urlauber erbost. Wie die Hoteliervereinigung FEHM bekannt gegeben hat, mussten die Hoteleigentümer bislang Rückerstattungen in Höhe von 50 Millionen Euro an Reiseunternehmen zahlen. Vorangegangen sei ein Versicherungsbetrug, der sich unter den Urlaubern britischer Herkunft herumgesprochen haben soll. Wie bereits im letzten Jahr berichtet, fordern die Touristen über ihren Reiseveranstalter Entschädigungszahlungen und geben als Grund an, dass sie beispielsweise eine Lebensmittelvergiftung durch das Essen am Hotel-Buffet erlitten haben. FEHM spricht von Betrug, da es sich hierbei nicht um reale Fälle handele.
So sei die Summe von 50 Millionen Euro, allein zwischen Januar und September des letzten Jahres zustande gekommen, erklärte Inmaculada Benito, Präsidentin der FEHM. Für die Abwicklung der Reklamationen bieten sich verschiedene Anwaltskanzleien in Großbritannien an. Auf Internetportalen wollen sich Urlauber und Kanzleien auf diese Weise bereichern, so Benito weiter.
Mallorcas Hotelbetreiber überlegen derzeit, ob sie überhaupt noch Pauschal-Reise-Buchungen von Urlaubern aus Großbritannien annehmen. Sie fordern schon seit langem, dass eine Vertragsklausel mit den britischen Reiseveranstaltern, die diese von jeglicher Verantwortung befreit, modifiziert wird.

Abschaffung von Telefonzellen in Palma gefordert
Die Nachbarschaftsvereinigung „Federació de Veïns“ will, dass die öffentlichen Telefonzellen von Palmas Straßen entfernt werden. Die Wartung der Telefonzellen kostet Geld und benutzt werden sie kaum – so Joan Forteza, der Vorsitzende der Vereinigung.
Bevor die Geräte, für die Telefonanbieter Telefónica verantwortlich ist, abgeschafft werden können, muss allerdings erst ein entsprechendes Gesetz geändert werden: Eine Klausel der spanischen Zentralregierung sieht nämlich vor, dass es hierzulande pro 3.000 Einwohner je eine öffentliche Telefonzelle geben muss.
In Palma stehen derzeit 134 Telefonzellen, auf ganz Mallorca sind es über 400. Von den 18.300 öffentlichen Telefonzellen in ganz Spanien, sollen im letzten Jahr 9.000 kein einziges Mal benutzt worden sein.
Palmas Nachbarschaftsvereinigung verweist unter anderem auf Frankreich, Tschechien und Dänemark, in diesen Ländern wurden die Telefonzellen bereits komplett abgeschafft. In Deutschland gibt es zwar noch ein paar tausend, aber auch sie verschwinden allmählich von den Straßen.

Internationale Touristen ließen im Januar 102 Millionen Euro auf den Balearen
Im ersten Monat dieses Jahres haben internationale Touristen rund 102 Millionen Euro auf den Balearen ausgegeben. Das entspricht einem Anstieg von über sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Am Tag gaben die Touristen auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera etwa 114 Euro aus. Im Durchschnitt verbrachten die Urlauber acht Tage auf einer der Inseln. Aber nicht nur auf den Balearen, auch spanienweit gaben internationale Urlauber in diesem Januar mehr Geld aus, als noch 2016. Insgesamt 4,2 Milliarden Euro ließen Touristen in Spanien, 13,8 Prozent mehr, als noch 2016. Diese Daten hat das spanische Statistikinstitut INE veröffentlicht.

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