Die Woche | 26.09. – 02.10.2015

Der Wochenrückblick - präsentiert von Das Inselradio

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Busunfall in Palma de Mallorca
Am Mittwochmittag (30. Oktober) hat es in Palma de Mallorca einen Busunfall mit zehn Verletzten gegeben. Der Vorfall ereignete sich auf der Avenida Comte de Sallent, nachdem der Fahrer eines EMT-Linienbusses einen Schwächeanfall hinter dem Steuer erlitten hatte. Dabei verlor der Fahrer die Kontrolle über den Bus und kollidierte mit einem Baum am Straßenrand. Bei dem Aufprall wurden zehn Fahrgäste verletzt. Die meisten von ihnen konnten noch an der Unfallstelle erstversorgt werden. Der Fahrer wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert.
Um den reibungslosen Ablauf der Rettungs- und Bergungsarbeiten zu gewährleisten, musste die Straße von der Polizei teilweise gesperrt werden.

Neue Kindersitzverordnung auch auf Mallorca
Am 1. Oktober ist spanienweit im Straßenverkehr eine neue Regelung in Kraft getreten. Ab sofort müssen Kinder und Jugendliche die kleiner als 1,35 Meter sind, prinzipiell auf der Rückbank und in entsprechenden Kindersitzen gesichert werden. Ausnahmen sind: Fahrzeuge ohne Rückbank, Fahrzeuge, bei denen die Rückbank mit Kindersitzen bereits belegt ist oder PKWs, bei denen auf der Rückbank keine Sicherheitsgurte vorhanden sind.
Immer wieder kommt es im Straßenverkehr bei den kleineren Mitfahrern zu Verletzungen, da diese falsch oder ohne entsprechende Vorrichtung gesichert sind. In den nächsten Wochen wird, im Rahmen von Verkehrskontrollen, vermehrt auf die Sicherheit der Kinder geachtet.

Virtuelle Helfer am Flughafen von Palma de Mallorca
Ab sofort hat Palma de Mallorcas Flughafen Son Sant Joan virtuelle Helfer. Wie der Flughafenbetreiber AENA bekannt gegeben hat, steht seit dieser Woche an den Personenkontrollen eine projizierte blonde Frau, die den Reisenden das Vorgehen bei der Sicherheitskontrolle besser erklären soll.
Sie zeigt genau, worauf die Fluggäste achten müssen, beispielsweise wie das Handgepäck in die Kontrollschale gelegt werden muss.
Bei der neuen Installation vertraut AENA auf bewährte Technik der Firma „Tensator Virtual Assistant“. Die virtuellen Helfer stehen bereits an anderen großen internationalen Flughäfen, wie zum Beispiel in Frankfurt, Heathrow und Dubai.

Minister will keine überfüllten Busse mehr auf Mallorca
Das Verkehrsministerium der Balearen will überfüllte Überlandbusse verbieten. Wie der zuständige Minister, Joan Boned, bekannt gegeben hat, sollen Stehplätze in den kommenden Monaten verboten werden. Das heißt, sobald alle Sitze voll sind, dürfen die Busfahrer keine weiteren Passagiere aufnehmen.
Für das Vorhaben soll dem Busunternehmen TIB die entsprechende Genehmigung aus dem Jahr 2013 entzogen werden, in deren Rahmen es erlaubt war, Fahrgäste im Stehen zu befördern.
Als Argument nennt Boned das erhöhte Sicherheitsrisiko, besonders für ältere Menschen, Kinder und Schwangere.
Vor allem die Überlandbusse von Palma de Mallorca nach Sóller sowie nach Valldemossa sind im Sommer oft überfüllt.

Über 1.000 illegale Einwanderer auf den Balearen beim Arzt
Mehr als 1.000 illegale Einwanderer auf den Balearen haben sich in den letzten zwei Monaten ärztlich behandeln lassen, 800 davon auf Mallorca. Denn seit Ende Juli haben Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung in den Gesundheitszentren und Krankenhäusern der Insel wieder ein Anrecht auf volle medizinische Versorgung, außerdem bekommen sie die Medikamente, die sie brauchen.
Zwar wird ihnen keine Versichertenkarte ausgestellt, aber ein Dokument, das belegt, dass sie die nötigen Untersuchungen erhalten.
Im Jahr 2012 hatte die Regierung beschlossen, dass die Einwanderer von der Gesundheitsversorgung ausgeschlossen werden. Dieser Beschluss wurde nach dem Regierungswechsel in diesem Jahr wieder rückgängig gemacht.

„Imserso“-Programm wird im Oktober vorgestellt
Spaniens Gesundheitsminister Alfonso Alonso hat nun bekannt gegeben, dass es in Bezug auf das Sozialtourismusprojekt „Imserso“ keinen Grund zur Sorge gibt. So soll das Programm, das von der Zentralregierung subventioniert wird, auch in diesem Jahr wie gewohnt in der Nebensaison stattfinden. Die angebotenen Reisepakete sollen in wenigen Tagen vorgestellt werden. Dann können Rentner vom spanischen Festland ihre Reisen buchen. Viele von ihnen kommen im Rahmen des Programms in den Wintermonaten nach Mallorca und auf die Nachbarinseln, zu den beliebtesten Orten hierfür zählen die Playa de Palma, Palmanova und Magaluf.
Vor wenigen Wochen hatten die Hotelbetreiber und Reiseunternehmen der Inseln erklärt, dass ihnen bis jetzt noch nicht mitgeteilt wurde, wann das Programm dieses Jahr startet.

Mallorca-Urlauber geben viel Geld aus
Internationale Touristen auf den Balearen haben in diesem Jahr tiefer in die Tasche gegriffen: Im Vergleich zu 2014 registrierte das Marktforschungsinstitut „Egatur“ zwischen Januar und August dieses Jahres fast acht Prozent mehr Ausgaben. Damit stieg die Gesamtsumme auf rund 8,3 Milliarden Euro.
Damit hat jeder Balearen-Besucher im Schnitt 124 Euro pro Tag und 1.100 Euro während seines gesamten Urlaubs ausgegeben.
Das meiste Geld kam dabei von Touristen aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich.
Spanienweit haben Urlauber aus dem Ausland in den ersten acht Monaten des Jahres 46,6 Milliarden Euro ausgegeben, sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Grab von Junípero Serra verwüstet
Wenige Tage nach der Heiligsprechung von Junípero Serra haben Unbekannte in dieser Woche das Grab des mallorquinischen Franziskanermönches geschändet. Die Täter haben die kalifornische Mission Carmel verwüstet, Statuen zerstört und Grabsteine beschmiert. Auf die Ruhestätte des Mallorquiners schrieben sie die Worte „Heiliger des Völkermordes“.
Wie die kalifornische Polizei berichtet, wird die Mission von Sicherheitskräften bewacht, wie die Grabschänder ins Innere gelangen konnten, wird derzeit untersucht.
Junípero Serra, der aus dem mallorquinischen Dorf Petra stammt, wurde am 23. September von Papst Franziskus heiliggesprochen. Die Zeremonie fand in Washington D.C. statt.

Kinder aus Algerien verbringen Schuljahr auf Mallorca
Im Rahmen des Austauschprogramms „Madrassa“ der Schule Escola en Pau auf Mallorca kamen in dieser Woche neun Schüler aus Algerien am Flughafen von Palma an. Hier wurden die Kinder aus der Westsahara von Balearenpräsidentin Francina Armengol sowie von ihren Gastfamilien erwartet, bei denen sie ein ganzes Schuljahr verbringen werden.
Das Projekt wurde vor 13 Jahren auf den Balearen ins Leben gerufen und hat sich mittlerweile auf ganz Spanien ausgeweitet. Dadurch bekommen Flüchtlingskinder die Möglichkeit, eine schulische oder auch akademische Ausbildung in Spanien zu erlangen, um ihre beruflichen Chancen sowohl im eigenen Land als auch in Europa zu steigern.

Mallorcas Exportschlager: Schuhe, Schmuck, Wein
Schuhe, Schmuck und Wein sind Mallorcas Exportschlager. Mehr als 60 Prozent der exportierten Waren gehen in europäische Länder. Besonders beliebt sind die balearischen Produkte in Deutschland, Großbritannien und Frankreich.
Zwischen Januar und Juli dieses Jahres ist die Ausfuhr im Vergleich zu 2014 um rund 13,5 Prozent angestiegen. Die Unternehmen der Insel haben Waren im Gesamtwert von fast 570 Millionen Euro ins Ausland geliefert.
Diese Daten wurden jetzt von der balearischen Handelskammer und dem Statistikinstitut Ibestat bekannt gegeben.
Damit die Zahlen auch weiterhin so gut bleiben, sollen die Inselprodukte nun international noch besser vermarktet werden. Wie der balearische Tourismusminister und Vizepräsident der Inselregierung, Biel Barceló, kürzlich erklärt hat, sollen die regionalen Artikel auf Tourismus- oder Gastro-Messen auf der ganzen Welt promotet werden.


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