Spanien hat in den letzten fünf Jahren mehr als eine Million ausländische Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt aufgenommen. Dies geht aus aktuellen Zahlen zur Sozialversicherung hervor, die zeigen, dass Migranten eine immer größere Rolle bei der Besetzung neuer Arbeitsplätze spielen.
Aus den Daten geht hervor, dass mehr als ein Drittel aller seit 2020 geschaffenen Arbeitsplätze mit Arbeitnehmern mit ausländischer Staatsangehörigkeit besetzt wurden. Allein in den letzten zwölf Monaten kamen mehr als 200.000 ausländische Arbeitnehmer hinzu, die bei der Sozialversicherung gemeldet sind. Das bedeutet, dass etwa 40 Prozent aller neuen Arbeitsplätze in diesem Zeitraum mit Migranten besetzt wurden.
Das Wachstum der Zahl ausländischer Arbeitnehmer ist damit deutlich höher als das der spanischen Arbeitnehmer. Seit 2020 stieg die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer um etwa 48 Prozent, während die Zahl der spanischen Arbeitnehmer im gleichen Zeitraum um etwa 11 Prozent zunahm. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Migration für den spanischen Arbeitsmarkt.
Vor allem in Branchen wie dem Bauwesen, dem Handel und den unterstützenden Dienstleistungen sind ausländische Arbeitnehmer unverzichtbar geworden. In diesen Branchen werden mittlerweile mehr als die Hälfte der neuen Arbeitsplätze von Migranten besetzt. Auch im Gastgewerbe, in der Industrie und im Transportwesen ist der Anteil ausländischer Arbeitnehmer in den letzten Jahren stark gestiegen.
Was die Herkunft dieser Arbeitnehmer betrifft, so stammt fast die Hälfte aus Lateinamerika. Die wichtigsten Herkunftsländer sind dabei Kolumbien und Venezuela, gefolgt von Peru, Argentinien und Honduras. Aus Afrika sind vor allem Marokko, Senegal und Mali stark vertreten.
Die spanische Regierung weist darauf hin, dass dieser Zustrom von ausländischen Arbeitnehmern zum Wirtschaftswachstum beiträgt und für den Erhalt des Sozialsystems, einschließlich der Renten, von entscheidender Bedeutung ist. Gleichzeitig sorgt die zunehmende Migration auch für mehr gesellschaftliche Diskussionen, wobei ein Teil der Bevölkerung Bedenken hinsichtlich der langfristigen Folgen äußert.
Quelle: Agenturen





