Spanien hat das Jahr 2025 mit 1.119 Verkehrstoten abgeschlossen. Das sind 35 weniger als 2024 und die zweitniedrigste Zahl seit 1960. Nur 2019 war die Zahl noch etwas niedriger, ebenso wie in den Jahren 2020 und 2021, was jedoch auf die Pandemie zurückzuführen war.
Bemerkenswert ist, dass dieser Rückgang trotz eines Anstiegs des Verkehrsaufkommens zu verzeichnen war. Im Jahr 2025 wurden mehr als 478 Millionen Langstreckenfahrten unternommen, und die Gesamtzahl der Fahrten erreichte sogar einen Rekordwert. Dennoch ist das Risiko pro zurückgelegter Fahrt weiter gesunken, was laut der spanischen Verkehrsbehörde DGT ein positives Signal ist.
Darüber hinaus gab es im Jahr 2025 insgesamt 36 Tage ohne Verkehrstote. Das sind acht mehr als im Jahr zuvor. Trotz dieser Fortschritte betont die Regierung, dass jeder Verkehrstote einer zu viel ist und dass weitere Maßnahmen erforderlich bleiben.
Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich erneut auf Nebenstraßen außerhalb der Autobahnen. Auf diesen Straßen ist die Infrastruktur oft schlechter und es werden höhere Risiken eingegangen. Auf Autobahnen und Schnellstraßen sank die Zahl der Opfer hingegen stärker.
Andalusien und Katalonien waren die Regionen mit den meisten Verkehrstoten. In Navarra und auf den Kanarischen Inseln stieg die Zahl der tödlichen Unfälle, während Regionen wie Castilla-La Mancha und Murcia einen deutlichen Rückgang verzeichneten.
Besorgniserregend bleibt, dass etwa jeder vierte Unfallopfer keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Außerdem gab es mehrere Todesfälle unter Fußgängern, die ihr Auto verlassen hatten, um eine Warndreieck aufzustellen. Mit den obligatorischen V16-Warnleuchten hofft die Regierung, solche Unfälle zu reduzieren.
Die spanische Regierung arbeitet außerdem an strengeren Verkehrsregeln. So wird eine niedrigere Promillegrenze und der Einsatz von mehr Blitzgeräten, insbesondere bei Straßenarbeiten, in Betracht gezogen. Das Ziel ist klar: Die Zahl der Verkehrstoten muss weiter sinken.
Quelle: Agenturen




