Das Jahr 2025 hat sich zu einem der schlimmsten Jahre aller Zeiten für Waldbrände in Spanien entwickelt. Nach vorläufigen Zahlen des spanischen Ministeriums für ökologischen Wandel sind fast 355.000 Hektar Naturfläche in Flammen aufgegangen. Das ist die höchste Zahl seit mehr als dreißig Jahren und zeigt, wie ernst die Lage geworden ist.
Zum Vergleich: Im Jahr 2022, bisher eines der schwersten Jahre, gingen etwa 270.000 Hektar verloren. Der Unterschied zu 2025 ist groß und unterstreicht, wie extrem die vergangene Brandsaison war. In vielen Teilen des Landes standen Wälder, Buschland und Ackerland über einen längeren Zeitraum unter Druck.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 fast 2.600 Großbrände registriert, dazu kamen mehr als 5.500 kleinere Vorfälle. Auffällig ist die hohe Zahl großer Waldbrände. Es gab 63 Brände, die jeweils mehr als 500 Hektar zerstörten. Eine so hohe Zahl gab es seit mindestens zehn Jahren nicht mehr.
Nicht nur Wälder sind betroffen. Mehr als 103.000 Hektar bestanden aus dichtem Wald, aber auch mehr als 185.000 Hektar Buschland und offenes Gelände brannten vollständig nieder. Darüber hinaus wurden fast 67.000 Hektar Grasland und traditionelle Dehesa-Gebiete beschädigt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Natur, die Landwirtschaft und die lokale Wirtschaft.
Experten zufolge ist die Ursache klar. Extreme Hitze, anhaltende Trockenheit und viel angesammeltes brennbares Material sorgten zusammen für ideale Bedingungen für große und schwer zu löschende Brände. Vor allem in Regionen wie Kastilien und León, Galicien und Extremadura breiteten sich die Flammen schnell aus.
Die enormen Schäden führen zu immer mehr Forderungen nach einer Änderung der Politik. Experten und Organisationen plädieren für bessere Prävention, mehr Naturschutz und entschlossene Maßnahmen gegen den Klimawandel. Ohne Eingreifen drohen solche extremen Brandjahre in Zukunft häufiger aufzutreten.
Quelle: Agenturen





