Einem neuen Bericht des spanischen Nationalen Instituts für Toxikologie zufolge stand fast die Hälfte der Fahrer, die 2024 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen, unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Insgesamt wurden 937 verstorbene Fahrer untersucht, von denen 452 positiv auf eine oder mehrere dieser Substanzen getestet wurden.
Alkohol war am häufigsten vorhanden: Etwa ein Drittel der getöteten Fahrer hatte Alkohol im Blut, wobei mehr als zwei Drittel sogar über dem gesetzlichen Grenzwert lagen. Auch Drogen waren weit verbreitet, insbesondere Kokain (bei jedem Zehnten) und Cannabis (bei etwa jedem Vierzehnten). Darüber hinaus stellte sich heraus, dass etwa jeder Zehnte Medikamente wie Beruhigungsmittel eingenommen hatte.
Im Vergleich zu 2023 ist die Zahl der positiv getesteten Fahrer leicht zurückgegangen. Vor allem der Konsum von Drogen und Medikamenten war rückläufig, während die Zahl der Fälle mit Alkohol leicht angestiegen ist. Die Zahlen bleiben jedoch hoch, was bei verschiedenen Behörden, die sich mit Verkehrssicherheit befassen, Anlass zur Sorge gibt.
Die Mehrheit der Opfer waren Männer mittleren Alters, vor allem zwischen 35 und 54 Jahren. Junge Menschen unter 25 Jahren waren in den Statistiken deutlich seltener vertreten. Auffällig ist, dass die meisten Unfälle an Werktagen passierten, was dem Bild widerspricht, dass vor allem am Wochenende unter Alkoholeinfluss gefahren wird.
Nicht nur Autofahrer, auch Fußgänger sind offenbar häufig unter Alkoholeinfluss, wenn es zu tödlichen Unfällen kommt. Von den 195 getöteten Fußgängern im Jahr 2024 wurde fast die Hälfte positiv auf Alkohol, Drogen oder Medikamente getestet. Die meisten dieser Fußgänger waren männlich und älter als 65 Jahre.
Quelle: Agenturen




