Im Jahr 2025 erreichten vollelektrische Fahrzeuge in der Europäischen Union einen Anteil von 17,3 Prozent an den Neuzulassungen. Trotz dieses Fortschritts liegt Spanien mit nur 8,7 Prozent deutlich hinter dem EU-Durchschnitt zurück. Was sind die Gründe für diese Zurückhaltung, und welche Länder führen den Wandel an?
Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Anzahl der vollelektrischen Neuwagen in der EU von etwa 47.000 im Jahr 2015 auf fast 1,9 Millionen im Jahr 2025 vervierzigfacht. Deutschland führt mit rund 545.000 Neuzulassungen die Liste an, gefolgt vom Vereinigten Königreich und Frankreich. Spanien hingegen erreicht mit 105.000 neuen Elektroautos nur einen mittleren Platz, knapp über Dänemark, aber deutlich hinter den Spitzenreitern.
Der absolute Neuwagenverkauf spiegelt nicht immer die tatsächliche Verbreitung wider. Norwegen steht mit über 95 Prozent Elektroautoanteil bei Neuzulassungen an der Spitze, gefolgt von Dänemark und Island. Länder wie Malta, Finnland und Schweden liegen ebenfalls deutlich über dem EU-Durchschnitt. Spanien und Italien bilden im Vergleich der großen Volkswirtschaften das Schlusslicht.
Der geringe Anteil Spaniens hängt mit mehreren Faktoren zusammen: Trotz eines schnell wachsenden Marktes bevorzugen viele Spanier noch konventionelle oder Plug-in-Hybridfahrzeuge als Übergangslösung. Zudem ist der Gesamtbestand an Elektrofahrzeugen auf spanischen Straßen mit nur 1,1 Prozent sehr niedrig im Vergleich zu Deutschland und Frankreich. Die Gründe liegen unter anderem in niedrigeren Preisen und größerer Modellvielfalt in anderen Ländern sowie in der bevorzugten schrittweisen Umstellung auf Elektromobilität.
Elektroautos sind in Europa auf dem Vormarsch, doch Spanien bleibt im Vergleich zu anderen Ländern zurück. Der Trend zeigt jedoch, dass Spanien aufholt, auch wenn der Abstand zum EU-Durchschnitt und zu den Spitzenreitern weiterhin groß ist. Die Entwicklung der Elektromobilität wird in den kommenden Jahren entscheidend sein, um den Wandel in Spanien und Europa insgesamt voranzutreiben.
Quelle: Agenturen





