Kauf eines Hauses an der spanischen Küste wird immer kostspieliger

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Der Erwerb einer Immobilie an der spanischen Küste belastet Familien mittlerweile mit etwa 40 Prozent ihres verfügbaren Einkommens – deutlich mehr als die als gesund geltenden 35 Prozent. Die Preise steigen rasant, besonders an beliebten Küstenorten, was viele Menschen vor finanzielle Herausforderungen stellt.

Im ersten Quartal 2026 lag der Durchschnittspreis für Immobilien an der spanischen Küste bei rund 1.992 Euro pro Quadratmeter, ein Anstieg von 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders auf den Balearen, an der Costa Mediterránea und in Provinzen wie Málaga und Alicante sind die Wohnkosten stark gestiegen. Das spiegelt sich nicht nur in den Preisen wider, sondern auch im Anteil, den Haushalte für Wohnen aufwenden müssen. Mit 40 Prozent des Einkommens übersteigen die Ausgaben für Immobilien deutlich die empfohlene Obergrenze.

Ein wesentlicher Faktor für den Preisanstieg sind Ferienwohnungen, die mit durchschnittlich 3.150 Euro pro Quadratmeter das Niveau des regulären Wohnungsmarktes übersteigen und die Preise zusätzlich nach oben treiben. In über 60 Prozent der untersuchten Gebiete verzerren Ferienwohnungen das Angebot für Einheimische, da sie die Nachfrage und somit die Preise erhöhen.

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Die Bautätigkeit hat zwar zugenommen – mit einem Zuwachs bei Baugenehmigungen von fast 22 Prozent –, doch der Großteil der neuen Projekte konzentriert sich auf Ferienimmobilien, die für Investoren lukrativer sind als dauerhafte Wohnhäuser. Neue Vorschriften zur Ferienvermietung in vielen Gemeinden zeigen bisher kaum Wirkung auf die Preise oder das Angebot an regulären Wohnungen.

Für Menschen, die an der spanischen Küste leben oder dort eine Immobilie erwerben möchten, bedeutet dies, dass sie ihre Wohnträume gut planen und möglicherweise Alternativen abseits der bekannten Hotspots in Betracht ziehen sollten. Regionen wie Galicien, Asturien oder die Atlantikküste bieten oft günstigere Preise als das hochpreisige Mittelmeer oder die Inseln. Zudem ist das spanische Landesinnere weiterhin deutlich erschwinglicher.

Insgesamt spiegeln die Entwicklungen an der Küste einen breiteren Trend wider: Die spanischen Immobilienpreise sind 2025 um mehr als 20 Prozent gestiegen – der stärkste Anstieg seit zwei Jahrzehnten. Wer in Spanien an der Küste leben möchte, sollte daher nicht nur den Charme der Küstenregionen, sondern auch die wirtschaftlichen Realitäten genau abwägen.

Quelle: Agenturen