PortsIB plant die Erweiterung der Bojenfelder in den Häfen Port de Pollença, Port de Sóller und La Colònia de Sant Jordi. Ziel dieser Initiative ist es, die Ankerplätze besser zu regulieren und somit zur Ordnung und zum Schutz der Küstenregionen beizutragen. Die Projekte sollen gemeinsam ausgeschrieben werden, um eine koordinierte Umsetzung zu gewährleisten.
Im Detail sieht der Vorschlag für Port de Pollença ein reguliertes Bojenfeld zwischen der Gola und dem Luftwaffenstützpunkt vor. Dieses soll das Ankern in einem bislang problematischen Gebiet strukturieren und so die Küste besser schützen. Die Regionalregierung kündigte diese Maßnahme während eines Besuchs des Ministers für Meeres- und Wasserwirtschaft, Juan Manuel Lafuente, im Hafen von Pollença an. Begleitet wurde er vom Bürgermeister Martí March sowie Vertretern von PortsIB und dem Club Nàutic del Port de Pollença.
Während der Sommersaison wurden intensive Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen an der Küste im Norden Mallorcas durchgeführt – darunter in der Bucht von Pollença, Formentor und Es Barcarès. Insgesamt fanden 230 Kontrollen und zwölf Inspektionstage statt. Dabei lag ein besonderer Fokus auf der Überwachung der Bojenfelder, dem Schutz der Posidonia-Wiesen und der Kontrolle von Charteraktivitäten. Im Bereich Formentor wurden beispielsweise 68 Kontrollen vorgenommen und fünf Strafanzeigen erstattet.
Die Umweltüberwachung umfasste fünf Kontrolltage speziell zur Beobachtung der Posidonia-Wiesen in Abstimmung mit dem zuständigen Ministerium. Dabei wurden zwei Protokolle wegen unerlaubten Ankerns über schützenswerten Wiesen erstellt. Zusätzlich kontrollierte der Küstenüberwachungsdienst Charterboote hinsichtlich Befähigungsnachweisen, Passagierlisten und Genehmigungen.
Auch die Küstenreinigung wurde intensiviert: Insgesamt wurden 1.584,4 Kilogramm Müll aus dem Gebiet von Pollença entfernt, wobei Pflanzenreste den größten Anteil (58,1 %) ausmachten, gefolgt von Holz (25,8 %) und Kunststoff (14,9 %). Zudem wurden drei verlassene Boote geborgen.
Minister Lafuente betonte die Bedeutung dieser Maßnahmen für den Schutz und die Erhaltung der Küste, insbesondere in den stark frequentierten Sommermonaten. Die Kombination aus Überwachung, Kontrolle, Reinigung und der geplanten Regulierung der Ankerplätze steht für eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Bewirtschaftung der Meeresräume.
Quelle: Agenturen





