Sommer 2026 in Spanien mit Rekordhitze

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Der Sommer 2026 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit als der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen in ganz Spanien in die Geschichte eingehen. Trotz einiger kühlerer Tage im August zeichnet sich ein klares Bild ab: Die Durchschnittstemperatur lag laut Aemet, dem spanischen Wetterdienst, 2,5 Grad über dem langjährigen Mittelwert von 1991 bis 2020 – und übertrifft damit den bisherigen Rekordhalter, das Jahr 2025.

Der meteorologische Sommer dauert bis zum 31. August, doch die bisherigen Zahlen belegen bereits eine außergewöhnliche Hitzewelle. Seit Mitte Mai lagen die Temperaturen nahezu durchgehend über dem Normalwert, mit nur wenigen kurzen Abkühlungen Anfang Juni, Ende Juli und gegen Ende August. Diese Atempause wird voraussichtlich nicht lange anhalten, denn der Wetterdienst erwartet die Rückkehr der Hitze bereits Anfang September.

Das Rekordjahr 2026 zeigt sich nicht nur im Sommer, sondern auch im gesamten bisherigen Jahresverlauf von Januar bis August. Mit deutlichem Abstand zu 2024 ist es das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturmessungen. Dieser Trend spiegelt sich auch in den Rekorden der vergangenen Jahre wider: Die fünf wärmsten Januar-bis-August-Zeiträume stammen aus den letzten fünf Jahren, und der Sommerrekord wurde allein in den letzten fünf Jahren dreimal gebrochen (2022, 2025 und 2026).

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Besonders auffällig sind die Monate Juni und Juli 2026. Der Juni war der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen und zudem einer der trockensten. Der Juli stellte alle bisherigen Rekorde ein und erreichte mit 24,5 Grad eine Durchschnittstemperatur, die 2,9 Grad über dem langjährigen Mittel liegt – und damit 0,7 Grad höher als die bisherigen Höchstwerte von 2022 und 2025.

Die Ursachen für diese zunehmende Häufung von Rekorden liegen im langfristigen Klimatrend: Seit 1961 ist die durchschnittliche Jahrestemperatur in Spanien um 1,78 Grad gestiegen, im Sommer sogar fast um 2 Grad. Besonders die Nächte werden immer wärmer, was dazu führt, dass die Temperaturen kaum noch abkühlen – ein Zeichen des fortschreitenden Klimawandels.

Diese Entwicklungen verdeutlichen die Dringlichkeit, sich mit den Folgen des Klimawandels auseinanderzusetzen. Der Sommer 2026 ist nicht nur ein Ausnahmejahr, sondern Teil eines anhaltenden Trends, der weitreichende Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft haben wird.

Quelle: Agenturen