Spanien bleibt auch im Jahr 2025 unangefochtener Spitzenreiter bei Organspenden weltweit. Trotz eines Bevölkerungsanteils von nur 11 Prozent in der Europäischen Union stellt das Land mit 23 Prozent nahezu ein Viertel aller EU-Organspender. Mit 53,2 verstorbenen Spendern pro Million Einwohner erreicht Spanien die weltweit höchste Spenderrate, gefolgt von den USA und Island.
Diese beeindruckenden Zahlen basieren auf einem landesweiten, bewährten Koordinationssystem, das seit Jahrzehnten die Organspende organisiert und fördert. Laut Beatriz Domínguez-Gil, Direktorin der Organización Nacional de Trasplantes (ONT), unterscheidet sich Spanien vor allem durch die komplexere medizinische Situation der verstorbenen Spender. Während in den USA viele junge Spender durch vermeidbare Ursachen wie Unfälle oder Gewalt sterben, sind die spanischen Spender oft älter und medizinisch komplexer, was dennoch ein umfangreiches Transplantationsprogramm ermöglicht.
Im Jahr 2025 wurden in Spanien 6.336 Organtransplantationen durchgeführt, darunter 4.000 Nieren- und 556 Lungentransplantationen – Rekordzahlen, die weltweit ihresgleichen suchen. Spanien erreicht damit eine Quote von 132,3 Transplantationen pro Million Einwohner. Weltweit wurden 183.896 Organtransplantationen in 96 Ländern registriert, wobei Lebendspenden um 4 Prozent zunahmen und Transplantationen nach Herzstillstand um 11 Prozent anstiegen. Spanien zeigt hier erneut die höchste Aktivität.
Diese Erfolge sind kein Zufall, sondern das Ergebnis eines durchdachten, nationalen Netzwerks und engagierter Koordinatoren, die das Thema Organspende kontinuierlich vorantreiben. Spanien setzt damit weltweit Maßstäbe und gibt Hoffnung für die Zukunft der Transplantationsmedizin.
Quelle: Agenturen



