Große Fonds kaufen spanische Mietwohnungen auf

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In Städten wie Madrid und Barcelona stehen Investmentfonds wie Blackstone und Cerberus im Mittelpunkt, da sie Zehntausende von spanischen Mietwohnungen besitzen. Diese Strategie betrifft Mieter in diesen Städten stark, weshalb die Regierung ein Verbot plant, das diesen Fonds weitere Immobilienkäufe untersagen soll.

Die Praxis dieser Investmentfonds umfasst den Aufkauf ganzer Wohngebäude, die Renovierung und anschließende Mieterhöhungen. Bewohner, die seit vielen Jahren dort leben, geraten dabei in Konflikt mit den Investoren. In einigen Fällen, wie dem Wohnblock Tribulete 7 im Madrider Stadtteil Lavapiés, wenden sich die Mieter durch Sammelklagen gegen die Praktiken der Fondsbetreiber.

Ein besonders aufsehenerregender Fall war der von Maricarmen, einer 87-jährigen Frau, die nach mehreren Versuchen aus ihrer seit 1956 bewohnten Wohnung vertrieben wurde. Dieser Vorfall löste breite Proteste aus und beschleunigte die Politik, Maßnahmen gegen die Vorgehensweise dieser Fonds zu ergreifen.

Das spanische Ministerium für Wohnungswesen verhandelt derzeit über ein neues Dekret. Dabei wird insbesondere über ein Kaufverbot für Fonds sowie Räumungsschutz für schutzbedürftige Mieter in Fonds- und Unternehmenswohnungen beraten. Der Ministerrat plant, dieses Dekret bald zu verabschieden, was jedoch noch der Bestätigung des Parlaments bedarf.

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Trotz der regulatorischen Maßnahmen betreffen diese nur einen begrenzten Teil des Immobilienmarkts, da der Großteil der Mietwohnungen privat gehalten wird. Die geplanten Regelungen beinhalten keine Enteignung. Weitere Einzelheiten des Dekrets befassen sich mit zusätzlichen Maßnahmen zur Bewältigung der Mietkrise.

Eine Untersuchung der Stiftung Civio zeigt Blackstone als größten Akteur. Dieser US-amerikanische Investor verwaltet über 27 Tochtergesellschaften fast 19.600 Wohnungen, viele davon in der Region Madrid. Andere bedeutende Fonds sind Cerberus und TPG Capital sowie Ares, Lone Star und Goldman Sachs, von denen viele ihren Hauptsitz in den USA haben. Ein bedeutender nationaler Akteur ist Azora mit einem erheblichen Wohnungsbestand in Madrid, während CaixaBank als größter Vermieter des Landes fungiert. Einige dieser Fonds ziehen sich aufgrund strengerer Rentabilitätsvorschriften zurück, während andere Investoren, insbesondere aus den Niederlanden, weiter expandieren.

Abseits der Städte stehen Tourismuseinheiten und Zweitwohnsitze im Vordergrund. In Regionen wie Sóller auf Mallorca befinden sich zahlreiche Immobilien im Besitz von Menschen mit mehreren Liegenschaften, häufig ausländischer Herkunft. Im Landesinneren hingegen investiert etwa Airbnb in die Renovierung leerstehender Häuser zur Nutzung als Ferienunterkünfte.

Diese Entwicklungen reflektieren eine zunehmende Nachfrage nach Mietobjekten in weniger urbanen Gegenden Spaniens, die voraussichtlich zunimmt.

Quelle: Agenturen