Neue Ampelregeln auf Mallorca und ihre Bedeutung

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Spanien hat auf eine alarmierende Statistik reagiert: Immer wieder kam es zu tödlichen Unfällen auf Zebrastreifen, obwohl die meisten Fußgänger korrekt gehandelt haben. Seit dem 1. Oktober 2026 gilt deshalb eine neue landesweite Regelung für Fußgängerampeln, um diese gefährlichen Situationen künftig zu vermeiden.

Bisher durften Autofahrer bei blinkendem Gelb weiterfahren, selbst wenn Fußgänger gleichzeitig Grün hatten. Diese widersprüchliche Signalgebung führte dazu, dass viele Fußgänger — insbesondere Senioren — trotz korrekten Verhaltens schwer verletzt oder sogar getötet wurden. Laut offiziellen Zahlen starben 2024 allein 320 Fußgänger im Straßenverkehr, und zwischen 2014 und 2023 zählte man über 1.000 Tote auf Zebrastreifen. In 87 Prozent der tödlichen Fälle hatten die Fußgänger keinerlei Regelverstoß begangen; in sieben von zehn Fällen waren die Opfer älter als 65 Jahre.

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Mit dem neuen Erlass (Real Decreto 518/2026) wird diese gefährliche Ampel-Kombination abgeschafft. Sobald Fußgänger grün haben, steht die Ampel für Autofahrer künftig auf Rot—blinkendes Orange und grünes Fußgängersignal dürfen nicht mehr zusammen erscheinen. Die Anpassung soll vor allem schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrer und Rollerfahrer besser schützen. Allerdings haben die Gemeinden noch Zeit, diese Änderungen flächendeckend umzusetzen, sodass vereinzelt noch alte Ampelmuster zu finden sind.

Spanien folgt damit internationalen Beispielen und orientiert sich an bewährten Lösungen wie dem britischen „Pelican“-Ampeltyp. Die Reform markiert einen wichtigen Schritt zu mehr Verkehrssicherheit. Wer sich in spanischen Städten bewegt, sollte sich daher mit der neuen Ampelreihenfolge vertraut machen—zum Schutz aller Beteiligten.

Quelle: Agenturen