Vorzeitige Parlamentswahlen am 29.11.2026 im Überblick

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Am 29. November 2026 stehen in Spanien vorgezogene Parlamentswahlen bevor – ein politisches Ereignis, das das Land fast acht Monate vor dem ursprünglich geplanten Termin an die Wahlurnen ruft. Diese Entscheidung wurde durch ein am 29. November im Boletín Oficial del Estado (BOE) veröffentlichtes königliches Dekret von König Felipe VI., gegengezeichnet vom Regierungschef Pedro Sánchez, offiziell gemacht. Mit Inkrafttreten des Dekrets werden sowohl der Abgeordnetenrat als auch der Senat aufgelöst, und der Wahlprozess nimmt seinen Lauf.

Die Frist bis zum Wahltag ist durch das Gesetz über das allgemeine Wahlsystem (LOREG) klar geregelt: 54 Tage bleiben für die Organisation und den Wahlkampf. Die Wahlkampagne selbst dauert nur 15 Tage – von Mitternacht des 13. November bis Mitternacht des 27. November. Am Wahltag werden 350 Abgeordnete und 209 Senatoren gewählt, wobei jede spanische Provinz und die autonomen Städte Ceuta und Melilla als eigene Wahlkreise gelten. Madrid stellt mit 38 Sitzen die größte Abgeordnetenzahl, gefolgt von Barcelona, Valencia, Sevilla und Alicante.

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Auch für die Zusammensetzung des Senats gibt es klare Vorgaben: Jede Provinz entsendet vier Senatoren, die Inseln und die autonomen Städte wählen eigene Vertreter. Die restlichen Senatoren werden durch die jeweiligen Regionalparlamente bestimmt. Nach der Wahl kommen die neu gewählten Kammern am 23. Dezember zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen – einen Tag vor Ablauf der in der Verfassung festgelegten Höchstfrist.

Diese vorgezogenen Wahlen markieren einen bedeutenden Einschnitt im spanischen Politikbetrieb und könnten die politische Landschaft des Landes nachhaltig verändern. Für die Bürgerinnen und Bürger beginnt nun eine Phase intensiver Debatten und Wahlkampfaktivitäten, die das öffentliche Leben bis zum Urnengang prägen werden.

Quelle: Agenturen