Tödlicher Drohnenangriff auf Rettungskräfte im Gazastreifen

Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Der anhaltende Konflikt im Gazastreifen fordert nicht nur zivile Opfer, sondern trifft auch gezielt diejenigen, die Hilfe leisten: Am frühen Mittwochmorgen (07.10.2026) wurde bei einem israelischen Drohnenangriff ein 25-jähriger Freiwilliger des Zivilschutzes, Mohamed Tamus, getötet. Er war unterwegs, um Verletzten eines vorherigen Angriffs zu helfen – die Rettungsorganisation bestätigte seinen Tod und die anschließende Beerdigung im Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt.

Laut Zivilschutz ereignete sich der Angriff im Umfeld des Kamal-Adwan-Krankenhauses im Norden des Gazastreifens. Mohamed Tamus hatte seit Beginn der israelischen Offensive im Oktober 2023 ununterbrochen humanitäre Hilfe geleistet. Die israelische Armee prüft die Berichte zu diesem Angriff noch, eine offizielle Stellungnahme steht aus.

Während der Beisetzung betonte der Leiter des Zivilschutzes, Raed Al Dahshan, die verheerenden Folgen der Angriffe: In den letzten drei Jahren seien rund 150 Rettungskräfte durch israelisches Feuer getötet worden. Er sprach von einer gezielten Bedrohung für jene, die sich für das Leben anderer einsetzen, und rief dringend zu mehr Schutz und zur Ausstattung der Rettungsteams auf. Trotz der Gefahr wollen die Helfer ihre Arbeit fortsetzen und den Menschen beistehen.

Lesetipp:  Ukraine verschärft Belagerung von Bakhmut
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! -|-- Zeitreise in die 1980er Jahre mit Gustav Knudsen

Am selben Tag wurde ein weiterer Mann, Ziad Zaarab, bei einem Drohnenangriff in Khan Yunis im Süden Gazas getötet. Auch hierzu gab es keine unmittelbare Reaktion der israelischen Armee.

Die Lage bleibt angespannt: Trotz eines formal geltenden Waffenstillstands setzt Israel seine Angriffe auf den Gazastreifen fort, wobei laut Angaben des Gesundheitsministeriums bisher mehr als 74.000 Menschen getötet wurden. Die gezielten Angriffe auf Rettungskräfte werfen drängende Fragen nach dem Schutz humanitärer Helfer in Kriegsgebieten auf und verdeutlichen die dramatische Lage der Zivilbevölkerung in Gaza.

Quelle: Agenturen