In der Nacht auf Donnerstag (22.10.2026) hat die russische Armee eine neue Welle groß angelegter Angriffe auf militärische Betriebe sowie die logistische Infrastruktur der Ukraine gestartet. Ziel dieser Offensive waren strategische Einrichtungen in Kiew und Odessa, insbesondere Produktionsstätten für Waffen und Drohnen sowie wichtige Transportwege.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums griffen Raketen und Drohnen das Flugzeugmontageunternehmen Antonov in Kiew an, welches eine Schlüsselrolle bei der Herstellung moderner Drohnen und Raketen spielt. Auch der Lagerkomplex „Chladkombinat Nr. 3“, in dem nach offiziellen Berichten Drohnen produziert wurden, war Ziel der Angriffe. Weiterhin wurden weitere Unternehmen und Lagerhäuser bombardiert, die für die Fertigung und Lagerung von Drohnen- und Robotersystemen zuständig sind.
Neben den militärischen Betrieben lag ein besonderer Fokus auf der Verkehrs- und Hafeninfrastruktur: Die Südbrücke in Kiew, ein bedeutender Transportweg für Militärgüter, wurde beschossen. In der Region Odessa betrafen die Angriffe die Hafenanlagen von Kilia, die offenbar für den Empfang ausländischer Waffenlieferungen genutzt werden. Außerdem wurde auf See ein Massengutfrachter getroffen, der mit einer Ladung für die ukrainische Armee unterwegs war.
Diese gezielten Attacken verdeutlichen den Willen Russlands, die Nachschubwege und das militärische Potenzial der Ukraine weitreichend zu schwächen. Die anhaltende Eskalation unterstreicht, wie zentral logistische und industrielle Einrichtungen im modernen Kriegsgeschehen sind—und wie stark sie in den Mittelpunkt strategischer Planung rücken. Ein Ende dieser Angriffe scheint vorerst nicht in Sicht.
Quelle: Agenturen




