Spanien verstärkt den Schutz bedrohter Insekten

Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Spaniens jüngste Maßnahme zum Schutz seiner Artenvielfalt rückt bedrohte Insektenarten erstmals in das Zentrum der Aufmerksamkeit – ein signalgebender Schritt im Kampf gegen das Artensterben. Besonders betroffen: Hummeln und Schwebfliegen, die für das ökologische Gleichgewicht unverzichtbar sind, sowie ein seltener Schmetterling.

Mit dem Ministerialerlass vom Oktober hat die spanische Regierung sieben Insektenarten unter besonderen Schutz gestellt. Die Aufnahme von vier Hummelarten (Bombus confusus, Bombus cullumanus, Bombus gerstaeckeri und Bombus inexspectatus) in die Kategorie „vom Aussterben bedroht“ verdeutlicht den Ernst der Lage, insbesondere für die Fauna im Norden der Iberischen Halbinsel. Daneben genießen künftig auch zwei Schwebfliegenarten (Mallota dusmeti, Meligramma cingulata) und der Enzian-Bläuling einen besonderen Schutzstatus. Die Entscheidung basiert auf Empfehlungen führender Experten und renommierter Universitäten des Landes.

Lesetipp:  Notfallvorrat für 72 Stunden bereithalten
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! -|-- Drastisch reduziert (2,99 Euro statt des regulären Preises)

Der Schutzstatus ist ein wichtiger Schritt, reicht aber allein nicht aus. Fachleute warnen: Ohne echte Lebensraumverbesserung und Maßnahmen gegen die Ursachen des Rückgangs – intensive Landwirtschaft und Klimawandel – bleibt der positive Effekt begrenzt. Gerade die Wechselwirkungen der geschützten Arten mit anderen Organismen sind komplex und entscheidend für deren Überleben.

Ähnlich alarmierend ist der Zustand vieler anderer Tierarten in Spanien. Studien bestätigen einen deutlichen Rückgang bei Vögeln und Schmetterlingen; rund 30 Prozent der Schmetterlingsarten gelten als bedroht. Die gesetzliche Verordnung, die auch invasive Grasarten und Süßwasserfische erfasst, ist Teil eines kontinuierlichen Anpassungsprozesses – die neunte Überarbeitung seit 2012.

Der Schritt Spaniens mahnt: Listen sind erst der Anfang, nachhaltiger Schutz erfordert Engagement, Forschung und konkrete Taten.

Quelle: Agenturen