In Spanien erleben die Supermärkte aktuell ein bemerkenswertes Konsumverhalten: Immer mehr Menschen greifen im Alltag zu günstigeren Produkten – ein Trend, der als „Downtrading“ bezeichnet wird. Angetrieben von einer Inflationsrate von 4,9 Prozent sehen sich viele Haushalte gezwungen, ihr Einkaufsverhalten zu überdenken.
Downtrading bedeutet, dass Konsumenten bewusst auf teurere Markenprodukte verzichten und stattdessen zu Eigenmarken oder preiswerteren Alternativen greifen. Sie wählen kleinere Verpackungsgrößen, ignorieren Premiumangebote oder kaufen sogar in anderen Supermärkten ein, um ihr Budget besser zu nutzen. Besonders profitieren davon Ketten wie Mercadona, Lidl und Aldi, deren Eigenmarken mittlerweile einen beträchtlichen Marktanteil verzeichnen. Aber auch Carrefour, Alcampo und Dia, die verschiedene Preisklassen abdecken, gewinnen an Zuspruch.
Die Marktdaten bestätigen diese Entwicklung: Lidl steigerte seinen Marktanteil auf 7,3 Prozent, Dia auf 4,1 Prozent und Aldi liegt nun bei 2,1 Prozent. Mercadona behauptet zwar die Marktführerschaft mit 27,4 Prozent, stagniert jedoch beim Wachstum. Preisvergleiche zeigen, dass selbst kleine Differenzen bei den Einkaufskosten eine große Rolle spielen; viele Familien verteilen ihre Erledigungen inzwischen gezielt auf mehrere Supermärkte. Eigenmarken haben einen Anteil von fast der Hälfte am gesamten Markt erreicht.
Angesichts der weiterhin steigenden Preise und eines spürbaren Kosten- und Wettbewerbsdrucks bleibt Downtrading das Gebot der Stunde. Für Konsumenten bedeutet dies: Cleveres Kombinieren von Angeboten und Flexibilität beim Einkauf werden zum Schlüssel, um das Familienbudget zu schonen – eine Strategie, die immer mehr Menschen in Spanien verfolgen.
Quelle: Agenturen





