Mit dem Tod von Sir Patrick Stewart verliert die Welt einen der bekanntesten und vielseitigsten Schauspieler der Gegenwart. Der britische Darsteller, geboren am 13. Juli 1940 in Mirfield, England, prägte Generationen mit seinen unvergesslichen Rollen – allen voran als Captain Jean-Luc Picard im „Star Trek“-Universum und als Professor in der „X-Men“-Reihe.
Stewarts Karriere war geprägt von bemerkenswerter Vielseitigkeit. Bereits als Jugendlicher spielte er in Amateurtheatergruppen, wodurch früh der Grundstein für seine Bühnen- und Filmkarriere gelegt wurde. Nach einem Schulabbruch mit 15 Jahren führte ihn sein Weg schnell zu ersten Filmrollen, etwa in „Excalibur“ (1981). Internationalen Ruhm erlangte er ab 1987 in der TV-Serie „Star Trek: The Next Generation“. Stewarts charismatische Darstellung des Captain Picard machte die Figur zu einer Ikone der Popkultur – nüchtern, humanistisch und zugleich zutiefst empathisch. Trotz TV-Erfolg blieb Stewart dem Theater treu, etwa in „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“.
Mit seiner Verkörperung von Professor X eroberte Stewart auch das Blockbuster-Kino. Seine Präsenz und seine markante Stimme wurden zu seinem Markenzeichen, dessen Einfluss weit über die Leinwand hinausreicht. Seine letzte große Rolle soll im Film „Avengers: Doomsday“ (Dezember, noch unveröffentlicht) zu sehen sein.
Sir Patrick Stewart starb im Alter von 86 Jahren in Los Angeles nach kurzer, bewegender Zeit mit Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz. Im Kreis seiner Familie und Freunde verabschiedete er sich – begleitet von Musik, Gebeten, Lachen und Tränen.
Patrick Stewart hinterlässt nicht nur seine Ehefrau Sunny Ozell und die Kinder Sophie und Daniel Stewart, sondern ein bleibendes Vermächtnis als Künstler und Mensch. Sein Talent, sein Witz und sein Engagement werden noch lange wirken. Ein Kapitän ist von Bord gegangen – sein Kurs bleibt wegweisend.
Quelle: Agenturen




