Auf den Balearen ist der regelmäßige Konsum von Fast Food längst mehr als eine Ausnahme – aktuelle Zahlen des spanischen Gesundheitsministeriums belegen eine deutliche Zunahme dieser Essgewohnheit. Laut der Gesundheitsumfrage 2025 greifen inzwischen fast die Hälfte der Bewohner mindestens einmal pro Woche zu Pizza, Burgern, frittiertem Hähnchen oder Sandwiches.
Zwischen 2023 und 2025 stieg der Anteil derjenigen, die regelmäßig Fast Food essen, von 35,3 % auf 47,5 %. Besonders Männer konsumieren häufiger als früher: Über die Hälfte gibt wöchentlichen oder häufigeren Verzehr an, und die Anzahl der täglichen Konsumenten bei Männern vervierfacht sich sogar. Frauen zeichnen sich hingegen durch einen moderateren, aber ebenfalls wachsenden Wochenkonsum aus.
Salzige Snacks: Der wöchentliche Konsum steigt auf 33 %, allerdings wächst auch die Gruppe derer, die sie komplett meiden.
Zuckerhaltige Getränke: Bleiben in der Minderheit; 45 % verzichten vollständig, 8 % trinken sie täglich.
Süßigkeiten: Verzeichnen einen leichten Rückgang beim täglichen Konsum.
Gleichzeitig sinkt auf den Balearen der tägliche Verzehr von frischen Produkten wie Gemüse, Salaten (minus neun Prozentpunkte), Obst und Getreideprodukten spürbar. Besonders Frauen reduzieren ihren Gemüseverzehr deutlich, und auch bei Milchprodukten ist ein Rückgang zu verzeichnen. Fisch bleibt auf stabilem Niveau, während Eier häufiger gegessen werden. Fleisch – vor allem Geflügel – ist weiterhin fester Bestandteil der Ernährung, wobei verarbeitete Fleischwaren wie Wurst und Aufschnitt mehr als die Hälfte der Befragten regelmäßig konsumieren.
Diese Entwicklungen werfen Fragen nach den langfristigen Konsequenzen für Gesundheit und Ernährungskultur auf den Inseln auf. Die Abkehr von frischen Grundnahrungsmitteln hin zu verarbeiteten, energiereichen Lebensmitteln spiegelt einen tiefgreifenden Wandel wider – mit unbekannten Folgen für künftige Generationen.
Quelle: Agenturen





