Mit dem Einbruch des Herbstes beginnt in Spanien die Saison der castañas, die nicht nur Gaumen, sondern auch Herzen wärmen. Ihr aromatischer Duft zieht durch die Straßenmärkte von Galicien bis Andalusien und weckt Erinnerungen an kühlere Abende, Familienfeste und alte Traditionen.
Von Oktober bis Dezember fallen die Kastanien im Norden Spaniens von den Bäumen. In Andalusien prägt das Genal-Tal als wichtiger Erzeuger die Saison bereits ab Mitte September. Besonders gefragt ist die Sorte Pilonga: groß, aromatisch und leicht zu schälen.
Frische Kastanien sind empfindlich. Sie sollten kühl und abgedeckt im Kühlschrank gelagert und zeitnah verzehrt werden, da sie viel Feuchtigkeit enthalten. Wer frisch geerntete Kastanien besitzt, lässt sie am besten ein paar Tage bei Zimmertemperatur liegen – so wird ihre Stärke in Zucker umgewandelt und das Aroma verfeinert sich.
Genuss und Zubereitung
Rösten: Die einfachste und berühmteste Methode. Mit einem Schnitt in der Schale wandern die Früchte etwa 30 Minuten in den Ofen. Außen knusprig, innen zart – so schmecken sie am besten direkt aus der Tüte.
Kochen: Ideal, um Kastanien leichter zu schälen und als Beilage zu nutzen.
Backen & Verarbeiten: Spanische Küche kennt Kastanien als Brot, Kuchen, Püree – und sogar als klassische Zutat zu Wildgerichten oder in der Kombination mit Schokolade.
Im Vergleich zu Mandeln und Haselnüssen sind Kastanien mit nur 190 Kalorien pro 100 Gramm deutlich kalorienärmer. Ihr hoher Anteil an Stärke und komplexen Kohlenhydraten macht sie zu einem lang sättigenden Genuss, der mit Vitamin B, Kalium und Eisen aufwartet.
Ob beim traditionellen Castañada-Fest um Allerheiligen oder als feine Delikatesse im Dessert: Kastanien stehen sinnbildlich für spanische Herbstfreuden – ein saisonaler Genuss, der längst mehr ist als nur eine Zwischenmahlzeit.
Quelle: Agenturen





