Akute „Wohnungsknappheit“ in Spanien

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Einer aktuellen Umfrage zufolge ist der Wohnungsmangel in Spanien wieder das größte Problem, und zwar in ähnlichem Ausmaß wie während der Finanzkrise 2008. Die Preise für Kauf- und Mietwohnungen steigen weiter an, so dass es für viele Familien immer schwieriger wird, eine geeignete Wohnung zu finden.

Die vom Zentrum für Sozialforschung (CIS) durchgeführte Studie zeigt, dass der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ein immer wiederkehrendes Thema in der öffentlichen Debatte ist. Mehr als 30 Prozent der Befragten nannten die Wohnungssituation als größtes Problem des Landes, noch vor anderen Themen wie Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Unsicherheit.

Die Wohnungspreise in Großstädten wie Madrid und Barcelona sind in den letzten Jahren stark gestiegen, was hauptsächlich auf die hohe Nachfrage und das begrenzte Angebot zurückzuführen ist. Dies hat zu einem enormen Druck auf den Mietmarkt geführt, wo die Preise für Mietobjekte seit 2015 in einigen Fällen um mehr als 50 Prozent gestiegen sind.

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Außerdem haben internationale Investoren und touristische Vermietungsplattformen wie Airbnb die Situation weiter verschärft. In einigen Stadtvierteln sind die Anwohner gezwungen, aufgrund der steigenden Kosten und des Mangels an langfristigen Mietwohnungen wegzuziehen.

Junge Menschen sind von der Wohnungskrise am stärksten betroffen. Viele Menschen in ihren Zwanzigern und Dreißigern können es sich nicht leisten, eine eigene Wohnung zu kaufen und wohnen daher länger bei ihren Eltern. Die Schwierigkeiten, eine Hypothek zu erhalten oder hohe Mieten zu zahlen, verringern die Unabhängigkeit dieser Gruppe.

Die spanische Regierung hat versucht, Maßnahmen wie die Subventionierung von Sozialwohnungen und die Regulierung der Mieten zu ergreifen. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass diese Schritte nicht ausreichen, um das Ausmaß des Problems zu bewältigen. Der Bau von mehr Wohnungen und die Kontrolle des spekulativen Marktes werden als notwendige langfristige Lösungen angesehen.

Experten betonen, dass eine Kombination aus politischen Maßnahmen und öffentlich-privaten Partnerschaften erforderlich ist, um den Druck auf den Wohnungsmarkt zu verringern. Die Zeit wird zeigen, ob es Spanien gelingt, dieses strukturelle Problem wirksam anzugehen.

Quelle: Agenturen