Amnestie für „Küstengebäude“ auf Mallorca

Vorlesen lassen? ↑↑⇑⇑↑↑ | Lesedauer des Artikels: ca. 2 Minuten -

Das Ministerium für Meeresangelegenheiten steht kurz vor der Fertigstellung eines neuen Gesetzes zur Raumordnung und zum integrierten Küstenmanagement. Dieses Gesetz soll Küstengebäude, die derzeit von Abriss bedroht sind, schützen.

Laut Minister Juan Manuel Lafuente betrifft dies traditionelle Hütten, Fischerhütten, Strandbars und ähnliche Bauten, die nach geltendem Recht abgerissen werden müssten.

Das neue Gesetz schützt jedoch primär die Bausubstanz, nicht die Nutzung. Befindet sich beispielsweise eine Bar in einem solchen Gebäude, wird nicht die wirtschaftliche Tätigkeit geschützt, sondern das Gebäude selbst. Die Entscheidung, welche Gebäude erhalten bleiben, liegt bei den jeweiligen Inselräten (Consells), die durch Denkmalschutzgutachten unterstützt werden.

Lesetipp:  Polizei schließt Ermittlungen gegen Terracor ab
--|- Bitte beachten Sie unsere Anzeigenpartner! Mit nur einem Klick zum Angebot! -|-- Gustav Knudsen | Statt der Liebe

Eine genaue Zahl der betroffenen Gebäude liegt derzeit nicht vor, jedoch gibt es Vorarbeiten und Studien auf verschiedenen Inseln. Das Gesetz beinhaltet auch Maßnahmen zur Küstenplanung, wie Geschwindigkeitsbegrenzungen für Jetskis und Boote in Küstennähe, um die Sicherheit zu erhöhen und die Küste zu schützen.

Zukünftig sollen Gemeinden stärker in die Entscheidungen über die Nutzung von Stränden und Küstengebieten einbezogen werden. Sie sollen eigene Planungen erstellen und beispielsweise über die Genehmigung von Veranstaltungen und Strandbars entscheiden können.

Zudem werden Vereinigungen von Bootsbesitzern rechtlich anerkannt, um die Legalisierung von Bojen zu erleichtern und illegale Anlegestellen zu verhindern. Der Minister betont, dass das Gesetz nicht alle Probleme der Küste lösen wird, aber einen wichtigen Schritt in Richtung eines verbesserten Küstenmanagements darstellt.

Quelle: Agenturen