Die US-amerikanische Schauspielerin und Verfechterin der humanitären Hilfe Angelina Jolie hat am Donnerstag (02.11.2023) erklärt, dass der Gazastreifen zu einem „Massengrab“ geworden ist, und die Staats- und Regierungschefs der Welt beschuldigt, sich mitschuldig gemacht zu haben, weil sie es versäumt haben, einen Waffenstillstand im Krieg zwischen Israel und der Hamas zu verhängen.
„Dies ist die absichtliche Bombardierung einer eingeschlossenen Bevölkerung, die nirgendwo hin fliehen kann. Der Gazastreifen ist seit fast zwei Jahrzehnten ein Gefängnis unter freiem Himmel und wird immer mehr zu einem Massengrab“, schrieb Jolie in einer Nachricht auf Instagram.
Jolie stellte fest, dass „ganze Familien getötet werden“ und 40 Prozent der Opfer Kinder sind. „Während die Welt zuschaut und mit aktiver Unterstützung vieler Regierungen werden Millionen palästinensischer Zivilisten – Kinder, Frauen, Familien – kollektiv bestraft und entmenschlicht, während ihnen unter Verstoß gegen das Völkerrecht Lebensmittel, Medikamente und humanitäre Hilfe vorenthalten werden“, fügte sie hinzu.
Die Schauspielerin betonte: „Indem sie sich weigern, einen humanitären Waffenstillstand zu fordern und den UN-Sicherheitsrat daran hindern, diesen beiden Seiten aufzuerlegen, machen sich die Staats- und Regierungschefs mitschuldig an diesen Verbrechen“.
Nach dem Angriff der Hamas auf israelisches Territorium am 7. Oktober, bei dem etwa 1.400 Menschen getötet wurden, erklärte Israel der islamischen Bewegung, die den Gazastreifen kontrolliert, den Krieg und isolierte die palästinensische Enklave, in der bereits mehr als 9.000 Menschen durch israelische Militäraktionen getötet worden sind.
Im August 2003 wurde Jolie, die u.a. einen Oscar als beste Nebendarstellerin (1999) erhielt, für ihr Engagement und ihre humanitäre Arbeit zur Botschafterin des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) ernannt. Als Botschafterin hat sie mehr als 40 Krisengebiete besucht, darunter Libyen, Bosnien, Haiti, Kongo, Syrien und Irak, und hat sich besonders für die Anprangerung sexueller Gewalt gegen Frauen im Krieg eingesetzt.
Quelle: Agenturen





