Der andalusische Transportverband Usintra und die Stiftung Campus de Córdoba haben mit dem türkischen Arbeitsministerium ein Protokoll unterzeichnet, um Lkw-Fahrer aus diesem Land anzuwerben, die angesichts des Fachkräftemangels in Spanien von spanischen Unternehmen eingestellt werden sollen.
In einer Erklärung teilte der Transportunternehmerverband Fenadismer am Sonntag (18.01.2026) mit, dass das Protokoll über die Generaldirektion der türkischen Arbeitsagentur umgesetzt wird.
Fenadismer wies darauf hin, dass nach Schätzungen der türkischen Regierung derzeit mehr als 300.000 Lkw-Fahrer in diesem Land auf der Suche nach Arbeit sind. Ziel der Vereinbarung ist die Anwerbung von Fahrern für ihren Umzug, ihre Ausbildung, ihre Legalisierung und ihre anschließende Einstellung durch spanische Transportunternehmen, die neue Fachkräfte für ihre Belegschaft suchen.
Die Ausbildung der türkischen Fahrer, damit sie die in Spanien für das Führen von Transportfahrzeugen erforderlichen Qualifikationen erwerben und Spanisch lernen können, wird auf dem Campus FP in Córdoba durchgeführt, und die Vereinbarung umfasst die Verpflegung und Unterkunft während der Ausbildungszeit.
Laut Fenadismer bleiben mehr als 30.000 Stellenangebote im Straßengüterverkehr in Spanien unbesetzt, was fast 10 % der gesamten Erwerbsbevölkerung in diesem Sektor entspricht. Darüber hinaus weist der Verband darauf hin, dass eine fortschreitende Überalterung zu beobachten ist, da die meisten Fahrer zwischen 45 und 55 Jahre alt sind.
Der Verband der Güterverkehrsunternehmen schätzt, dass ein Drittel der mehr als 390.000 Berufskraftfahrer, die derzeit in diesem Sektor in Spanien tätig sind, in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand gehen werden. Die Vereinbarung mit dem türkischen Arbeitsministerium über die Einstellung von Transportunternehmen aus diesem Land wird am 3. Februar Transportunternehmen und interessierten Einrichtungen im Rahmen einer Informationsveranstaltung auf dem Campus FP in Córdoba vorgestellt.
Quelle: Agenturen




