Zum ersten Mal seit über drei Jahren ist die Anzahl der Ferienwohnungen und -häuser in Spanien zurückgegangen. Neue Zahlen zeigen, dass das Gesamtangebot unter eine wichtige Grenze gefallen ist, was lange Zeit undenkbar schien.
Aktuelle Daten des spanischen Statistikamtes zeigen, dass im November weniger als 330.000 Ferienwohnungen in Spanien aktiv waren. Damit ist die Zahl zum ersten Mal seit Anfang 2023 zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein deutlicher Rückgang von mehr als zwölf Prozent.
Insgesamt sind im Vergleich zum November letzten Jahres fast 47.000 Ferienwohnungen verschwunden. Das ist ein großer Unterschied zum Sommer 2024, als die Zahl mit über 403.000 Unterkünften noch einen Rekordwert erreichte. Seitdem hat der Rückgang deutlich eingesetzt.
Der Rückgang ist nicht überall in Spanien gleich groß. Vor allem in Regionen wie Valencia, Madrid und Murcia ist die Zahl der touristischen Unterkünfte stark zurückgegangen, mit Rückgängen von mehr als fünfundzwanzig Prozent. Im Gegensatz dazu verzeichnen Andalusien und Extremadura sogar ein leichtes Wachstum.
Auch die Zahl der verfügbaren Schlafplätze ist zurückgegangen. Im November standen etwa 1,62 Millionen Touristenbetten zur Verfügung, was einem Rückgang von über 14 Prozent auf Jahresbasis entspricht. Im Durchschnitt verfügt eine Touristenunterkunft in Spanien über etwa fünf Schlafplätze.
Nach Ansicht von Experten hängt der Rückgang mit strengeren Vorschriften und Kontrollen zusammen, die in letzter Zeit eingeführt wurden. Die Behörden wollen einen besseren Überblick über das Angebot gewinnen und gegen illegale Vermietungen vorgehen. Die Zahlen basieren auf Anzeigen auf großen Vermietungsplattformen und vermitteln ein immer klareres Bild von den Veränderungen auf dem Markt für Ferienwohnungen.
Quelle: Agenturen





