Arbeitslosigkeit in Palma ist im letzten Jahr um 46,5 % gestiegen

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Im vergangenen Jahr 2020 stieg die Arbeitslosigkeit in Palma auf Mallorca um 46,5 % im Vergleich zu 2019 und endete mit 9.656 mehr Arbeitslosen. Nach den von PalmaActiva zur Verfügung gestellten Zahlen des Arbeitsmarktes in der Gemeinde während des ersten Jahres der Coronavirus-Pandemie stieg die Arbeitslosigkeit in allen Gruppen an, besonders aber bei den Jugendlichen, mit einem Anstieg von 68,2 %. Bei den Frauen stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu 2019 um 42 %, bei den Männern um 52,1 %. Bei den über 45-Jährigen stieg sie um 27,9 %.

Nach Branchen betrachtet stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten im Gastgewerbe mit 54,9 % (2.311 Personen mehr als 2019), gefolgt vom Handel mit 48,2 % (1.399 Personen mehr). Mit kurzem Abstand stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der sonstigen Dienstleistungen um 43,3 % und im Baugewerbe um bis zu 43,2 %. In der Industrie stieg sie um 41,2 % und in der Landwirtschaft um 34,3 %.

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Bei den Frauen stieg die Arbeitslosigkeit vor allem im Bereich der hauswirtschaftlichen Tätigkeiten um 55 %, gefolgt von Beherbergungsdienstleistungen mit 52,94 % und Nahrungsmittel- und Getränkedienstleistungen mit 50,54 %. Bei den Männern stieg die Arbeitslosigkeit um 84,2 % in der Büroverwaltung, um 69,26 % in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie und um 64,90 % im Landverkehr.

Was die Einstellungen betrifft, so wurden im vergangenen Jahr 102.490 Verträge in Palma abgeschlossen, was einem Rückgang von 51,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Einstellungen gingen in allen Sektoren mit Ausnahme der Landwirtschaft zurück, aber besonders stark war der Rückgang im Hotelgewerbe, wo sie um 72,8 % einbrachen. Es folgten der Handel mit einem Minus von 48,7 % und der übrige Dienstleistungssektor mit einem Rückgang von 48,4 %. In der Industrie sank die Zahl der Einstellungen um 37,4 % und im Baugewerbe um 19,4 %. In der Landwirtschaft hingegen wuchs sie um 29,2 %, mit 214 Verträgen mehr.

Aufgeschlüsselt nach Wirtschaftszweigen entfielen 13,97 % der neuen Aufträge auf das Hotel- und Gaststättengewerbe, 13,89 % auf den Handel und 13,85 % auf das Baugewerbe.

Bei den Frauen war die Zahl der Neueinstellungen im Bereich Reisebüros mit 92,75 % am niedrigsten, gefolgt von Beherbergungsdienstleistungen mit 78,75 % und kreativen oder künstlerischen Tätigkeiten mit 76,65 %. Bei den Männern war der Rückgang im Bereich Lagerhaltung und damit zusammenhängende Transporttätigkeiten mit 81,74 % am geringsten; Beherbergungsdienstleistungen fielen um 77,48 % und kreative oder künstlerische Tätigkeiten um 69,23 %.