In Spanien sind die Einkommensunterschiede zwischen den Gemeinden groß. Das geht aus Zahlen der spanischen Steuerbehörde hervor, die auf den neuesten verfügbaren Daten basieren. Einige Gemeinden weisen im Durchschnitt sehr niedrige Einkommen auf, während andere zu den reichsten in ganz Europa gehören.
Die Gemeinde mit dem niedrigsten Durchschnittseinkommen pro Einwohner im Jahr 2025 ist El Ejido in der Provinz Almería. Hier liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen bei etwa 12.900 Euro. Auch andere Orte mit niedrigen Einkommen finden sich vor allem in Andalusien und auf den Kanarischen Inseln. Beispiele hierfür sind Arona auf Teneriffa und Santa Lucía de Tirajana auf Gran Canaria.
Auffällig ist, dass es sich oft um Gemeinden handelt, in denen viel Saisonarbeit herrscht, beispielsweise in der Landwirtschaft oder im Tourismus. Viele Einwohner haben befristete Jobs oder arbeiten für niedrige Löhne. Das sorgt dafür, dass das Durchschnittseinkommen trotz der wirtschaftlichen Aktivität in diesen Regionen niedrig bleibt.
Am anderen Ende der Liste steht Pozuelo de Alarcón, eine Gemeinde in der Nähe von Madrid. Diese ist seit Jahren die reichste Gemeinde Spaniens. Das durchschnittliche Einkommen pro Einwohner liegt hier bei über 85.000 Euro pro Jahr. Auch Boadilla del Monte und Las Rozas, ebenfalls in der Region Madrid, stehen strukturell weit oben auf der Liste.
Diese reichen Gemeinden haben viele hochqualifizierte Einwohner, eine gute Infrastruktur und eine große Anzahl gut bezahlter Arbeitsplätze. Viele Einwohner arbeiten im Finanzsektor, in der Technologiebranche oder bei internationalen Unternehmen. Die Nähe zu Madrid spielt dabei eine wichtige Rolle.
Der Unterschied zwischen den ärmsten und reichsten Gemeinden ist enorm. Zwischen El Ejido und Pozuelo de Alarcón besteht ein Einkommensunterschied von mehr als 70.000 Euro pro Jahr. Dies zeigt, wie ungleich der Wohlstand in Spanien verteilt ist und wie stark der Wohnort das Einkommen beeinflussen kann.
Quelle: Agenturen





