Auch an der Costa Dorada kein Sex mehr am Strand

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Ab 2025 wird der beliebte Badeort Salou an der Costa Dorada neue Regeln einführen, um die Nutzung der Strände besser zu regulieren. Es werden Maßnahmen gegen Lärmbelästigung ergriffen und es wird nicht mehr erlaubt sein, Plätze mit Sonnenschirmen und Handtüchern zu reservieren. Außerdem werden Aktivitäten wie Sex, Alkoholkonsum, kommerzielle Aktivitäten und das Kochen oder Abwaschen im Meer eingeschränkt. Die Gemeinde möchte die Strände für Einwohner und Touristen attraktiv und nachhaltig gestalten.

Eine der auffälligsten Maßnahmen ist das Verbot von lauter Musik und anderem Lärm. Die erlaubte Lautstärke wird auf 55 Dezibel begrenzt, was in etwa dem Geräuschpegel eines Staubsaugers oder Weckers entspricht. Verstöße gegen diese Regelung gelten als geringfügige Vergehen und können mit Geldstrafen von bis zu 750 Euro geahndet werden.

Auch das berüchtigte „Reservieren von Plätzen mit Handtüchern“ wird angegangen. Das Zurücklassen von Sonnenschirmen oder anderen Gegenständen zur Platzreservierung wird bald verboten sein. Laut der Stadtverwaltung ist dies noch kein weit verbreitetes Problem, aber Salou möchte verhindern, dass es eines wird, wie es in vielen anderen Strandresorts der Fall ist. Die Polizei wird alle zurückgelassenen Gegenstände entfernen. Die illegale Besetzung eines Strandplatzes kann mit einer Geldstrafe zwischen 750 und 1.500 Euro geahndet werden.

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Die neue Verordnung verbietet den Konsum von Alkohol am Strand, mit Ausnahme von Strandbars, Sex und dem Konsum von Drogen. Strandbars müssen außerdem sicherstellen, dass ihre Gäste kein Glasgeschirr von der Terrasse mitnehmen. Verstöße gegen diese Vorschrift gelten als schwere Vergehen, für die höhere Bußgelder verhängt werden; die Bußgelder für diese Vergehen können bis zu 1.500 Euro betragen.

Gewerbliche Tätigkeiten wie Massagen, Tätowierungen oder Wahrsagerei sind nur mit Genehmigung erlaubt. Dasselbe gilt für den Straßenverkauf von Waren und Lebensmitteln. Zuwiderhandelnde riskieren eine Geldstrafe von bis zu 1.500 Euro. Große Sandskulpturen, die von Personen angefertigt werden, die damit Geld verdienen, sind ebenfalls verboten. Die Verwendung von Metalldetektoren ist in den Sommermonaten auf die Stunden zwischen 22:00 und 7:00 Uhr beschränkt.

Das Kochen am Strand (außer in autorisierten Einrichtungen), das Abwaschen im Meer oder in den Duschen und die Verwendung von Seife in den Strandduschen sind ebenfalls verboten. Die Verordnung zielt auch auf das wilde Campen mit Wohnmobilen auf Parkplätzen entlang der Strände ab.

Salou setzt sich für eine gesündere und sauberere Umwelt ein. Aus diesem Grund werden an den Stränden rauchfreie Zonen eingerichtet, in denen das Rauchen von Zigaretten, E-Zigaretten oder Vapes verboten ist. Am Strand von Ponent gibt es bereits eine rauchfreie Zone, und zwei weitere werden am Strand von Llevant folgen.

Salou führt eine mobile App ein, um Besucher besser zu informieren und Strandbesuche angenehmer zu gestalten. Die App bietet aktuelle Informationen über verfügbare Einrichtungen, die Anzahl der Besucher und die Wetterbedingungen an den verschiedenen Stränden.

Die Verordnung sieht drei Kategorien von sehr schweren Verstößen vor, die mit einer Geldstrafe von 3000 Euro geahndet werden: Schwimmen bei roter Flagge, Springen von Klippen und Betreten des Yachthafens. Auch die Verweigerung der Zusammenarbeit mit den Behörden gilt als sehr schwerer Verstoß.

Nach Angaben der Stadtverwaltung ist die neue Verordnung ein wichtiger Schritt zur Erhaltung und Verbesserung der Strände von Salou, wobei der Schwerpunkt auf der Erhaltung des Ökosystems, der Förderung der Mülltrennung und der Reduzierung des Plastikverbrauchs liegt. Die neuen Regeln sollen die Strände von Salou für alle attraktiver und lebenswerter machen.

Quelle: Agenturen