Auch auf Mallorca? Einführung einer Steuer auf Ferienhäuser

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Der Bürgermeister von Málaga, Francisco de la Torre, hat die spanische Regierung aufgefordert, eine Steuer auf Ferienhäuser einzuführen, die an Touristen vermietet werden. Die Maßnahme soll den Druck auf den lokalen Wohnungsmarkt verringern und in Gemeinden eingeführt werden, die dies für angemessen halten.

In Málaga sollen die Einnahmen aus dieser „Wohnsitzsteuer“ speziell für die Gewährung von Mietzuschüssen an von sozialer Ausgrenzung bedrohte Familien verwendet werden. Auf diese Weise hofft die Stadtverwaltung, ein Gleichgewicht zwischen der Unterstützung sozial schwacher Haushalte und der Förderung eines nachhaltigen Tourismus herzustellen.

Die von Touristen, die in Ferienwohnungen übernachten, zu zahlende Steuer wäre Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets zur Verringerung der negativen Auswirkungen von Touristenmieten auf den Wohnungsmarkt. Der Bürgermeister schlägt vor, dass auch Hotels eine solche Steuer zahlen sollten. Die Einnahmen würden dann zur Förderung des Qualitätstourismus in der Stadt verwendet werden. Der Schwerpunkt würde dabei auf der Ansiedlung von mehr Fünf-Sterne-Hotels liegen.

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Der Vorschlag kommt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über die Auswirkungen von Touristenmieten auf den Wohnungsmarkt und das Stadtleben. Diese Bedenken haben sich in den letzten Monaten in Demonstrationen in Städten wie Málaga, Sevilla, Palma de Mallorca und Barcelona gezeigt. Die Bürger dort sind besorgt über die zunehmende „Touristifizierung“ und die steigenden Wohnkosten aufgrund der starken Nachfrage nach Ferienunterkünften.

In Málaga haben die strengeren Auflagen bereits zu einem drastischen Rückgang der Zahl neuer Genehmigungsanträge für Ferienhäuser geführt. Eine dieser Anforderungen besagt, dass Immobilien über einen eigenen Eingang verfügen müssen, um an Touristen vermietet werden zu können. Dies hat zur Ablehnung von mehr als 1.100 neuen Anträgen geführt. Der Bürgermeister geht mit seinem Vorschlag für eine Steuer auf Ferienhäuser an das Ministerium für Industrie und Tourismus noch einen Schritt weiter.

De la Torre betont, dass er diese Steuermaßnahme in Zusammenarbeit mit der Tourismusbranche entwickeln möchte. Es müssten klare Vereinbarungen darüber getroffen werden, wie die Einnahmen verwendet werden sollen. Nach Ansicht des Bürgermeisters könnte diese Maßnahme den Druck auf den Wohnungsmarkt mindern. Darüber hinaus kann sie auch das Image Spaniens als Reiseziel verbessern und die negative Wahrnehmung des Tourismus verringern.

Quelle: Agenturen