Auf La Palma “rumort” es wie nie zuvor seit dem Vulkanausbruch

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Das 24-Stunden-Vulkanüberwachungsnetz des Nationalen Geographischen Instituts (IGN) hat insgesamt 37 Erdbeben geortet, die mit dem nächtlichen Ausbruch des Vulkans La Palma in Verbindung stehen, zwei davon mit einer Stärke von mehr als 4 (mbLg).

Die höchste aufgezeichnete Magnitude war 4,6 (mbLg), was dem Erdbeben im Südwesten der Gemeinde Villa de Mazo um 05.41 Uhr entspricht. Mit einer Intensität von III-IV EMS und einer Tiefe von 37 km war es an vielen Orten auf der ganzen Insel zu spüren. Es handelt sich um das bisher größte Erdbeben.

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Auf La Palma "rumort" es wie nie zuvor seit dem Vulkanausbruch

Diesem Beben folgte eine Stunde später (07.07 Uhr) ein weiteres Beben der Stärke 4,5 (mbLg), ebenfalls südwestlich von Mazo, mit der Intensität IV-V und einer Tiefe von 37 km. Wie schon beim letzten Mal war er in praktisch allen Gemeinden der Insel zu spüren.

Gestern wurden 83 Erdbeben registriert, das stärkste mit einer Stärke von 4,5 mbLg, das um 08.02 Uhr im Südwesten der Gemeinde Villa de Mazo registriert wurde. Mit der Intensität III-IV EMS und einer Tiefe von 36 km war dieses Beben auch auf fast der gesamten Insel La Palma zu spüren.

Die Eruption setzt sich fort, wobei die effusive Phase überwiegt, was sich in einer höheren Emission von Lavaströmen und weniger Asche zeigt. Über Nacht hat sich südöstlich des Hauptkegels ein neuer eruptiver Schlot geöffnet.

Es wird erwartet, dass die beiden Lavaströme südlich des Berges La Laguna zusammenfließen und das Meer erreichen könnten. Diese beiden Lavaströme befinden sich etwa 1 km von der Küste entfernt, und wenn sie das Meer erreichen, werden sie voraussichtlich eine neue Schlucht bilden, was jedoch von der Orographie und der endgültigen Flugbahn abhängt, deren Richtung schwer abzuschätzen ist.

Was die meteorologischen Bedingungen anbelangt, so werden in den nächsten Tagen eine stabile Atmosphäre, eine ausgeprägte Inversion und überwiegend schwache Winde vorherrschen, was ein ungünstiges Szenario für die Luftqualität darstellt.

An der Oberfläche gibt es so gut wie keine Seismizität, meist in Tiefen von mehr als 20 km, obwohl die Seismizität in der Tiefe sowohl in Bezug auf die Häufigkeit als auch das Ausmaß an Bedeutung gewinnt.

Gestern Morgen wurde der Zugang für Bewässerungsanlagen in den landwirtschaftlichen Gebieten von La Laguna eingeschränkt. Kurzfristig sind keine weiteren Evakuierungen geplant. Derzeit beläuft sich die Gesamtzahl der Evakuierten auf 7.000 Personen.

Beitrag aktualisiert am 16.10.2021 | 16:38