Die Stadtverwaltung von Málaga sucht nach einer rechtlichen Lösung, um auch ausländische Fahrzeuge, die ohne Genehmigung in die Umweltzone einfahren, mit Bußgeldern belegen zu können. Derzeit ist dies nicht möglich, während spanische Autos ganz normal mit Bußgeldern belegt werden. Dies führt laut Stadtverwaltung zu einer ungerechten Situation.
Kameras in der Stadt können sehr gut feststellen, welche Autos gegen die Regeln der Umweltzone verstoßen. Das Problem liegt nicht in der Kontrolle, sondern in der Gesetzgebung. Bei ausländischen Kennzeichen kann die Stadtverwaltung oft den Eigentümer nicht ermitteln, sodass keine Strafe verhängt werden kann.
Die Partido Popular hat daher einen Antrag im Stadtrat gestellt. Die Partei möchte, dass die spanische Regierung gemeinsam mit anderen europäischen Ländern für bessere Vorschriften sorgt, damit Daten von ausländischen Fahrern ausgetauscht werden können. Nur dann können Bußgelder auch tatsächlich verschickt und eingezogen werden.
Die Ursache liegt in den europäischen Vorschriften zum Datenaustausch. In der aktuellen Gesetzgebung ist genau festgelegt, bei welchen Verkehrsverstößen Länder Informationen austauschen müssen. Verstöße in Umweltzonen fallen noch nicht darunter. Dadurch bleiben viele ausländische Fahrer ungeschoren.
Ende 2024 wurde zwar eine neue europäische Richtlinie verabschiedet, die dieses Problem lösen soll. Aber Spanien muss diese Vorschriften noch in nationales Recht umsetzen. Dieser Prozess kann laut Planung bis Juli 2027 dauern. Bis dahin ändert sich in der Praxis wenig.
Nach Ansicht der Stadtverwaltung untergräbt dies die Wirksamkeit der Umweltzone. Spanische Autofahrer werden mit Bußgeldern belegt, während ausländische Fahrzeuge oft ohne Konsequenzen in die Zone einfahren. Málaga möchte daher, dass die spanische Regierung schneller handelt.
Die Stadt betont, dass die Vorschriften nicht dazu dienen, Touristen zu schikanieren, sondern die Luftqualität zu verbessern und die Stadt lebenswerter zu machen. Das gelingt nur, wenn die Vorschriften für alle gleich sind, unabhängig vom Kennzeichen.
Quelle: Agenturen



