In Spanien steht eine wichtige Änderung für Nutzer digitaler Abonnements bevor. Das Verbraucherschutzministerium hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Unternehmen verpflichtet, Verbraucher mindestens 15 Tage im Voraus über die automatische Verlängerung ihrer Abonnements zu informieren. Diese Maßnahme soll unerwartete Kosten vermeiden und Verbraucher zu einem bewussteren Umgang mit ihren Ausgaben anhalten.
Der Vorschlag ist Teil des neuen Kundendienstgesetzes, das derzeit im spanischen Parlament beraten wird. Das Gesetz ist eine Initiative der Regierungsparteien PSOE und Sumar und zielt darauf ab, die Rechte der Verbraucher zu stärken, insbesondere im Bereich digitaler Dienste wie Streaming-Plattformen, Online-Kurse und Software-Abonnements.
Dem Vorschlag zufolge müssen Unternehmen ihre Kunden rechtzeitig darüber informieren, dass ihr Abonnement bald verlängert wird. So können Kunden rechtzeitig kündigen. Dies gilt für Dienste wie Netflix, Spotify und Amazon Prime, aber auch für Sport-Apps und Online-Kurse. Viele Menschen vergessen, dass sie etwas abonniert haben, und bezahlen dann für etwas, das sie nicht mehr nutzen.
Neben der obligatorischen Warnung müssen Unternehmen auch ihren Kundenservice verbessern. Sie müssen fast alle Anrufe innerhalb von drei Minuten beantworten. Und sie dürfen nicht nur Roboter einsetzen, sondern es muss immer jemand für den persönlichen Kontakt erreichbar sein.
Das Gesetz soll Verbraucher besser vor unerwünschten Verlängerungen schützen und ihnen mehr Kontrolle über ihre Abonnements geben. Das Ministerium geht davon aus, dass das Gesetz noch 2025 in Kraft treten wird. Danach erhalten Unternehmen eine Übergangsfrist, um sich an die neuen Regeln anzupassen.
Quelle: Agenturen





