Laut aktuellen Daten des spanischen Generalrats der Justiz (CGPJ) weisen die Balearen im Jahr 2025 die höchste Scheidungsrate in ganz Spanien auf. Mit 207,7 Anträgen auf Eheauflösung pro 100.000 Einwohner, einschließlich Nichtigkeitserklärungen, Trennungen und Scheidungen, liegt die Inselgruppe deutlich über dem spanischen Durchschnitt von 171,9.
Im Vergleich zum Vorjahr ist dies jedoch ein leichter Rückgang, da die Rate im Jahr 2024 noch bei 215,4 lag. Trotzdem positionieren sich die Balearen weiterhin an der Spitze dieser Statistik.
Es ist erwähnenswert, dass im Jahr 2024 die Kanarischen Inseln mit 233,7 Anträgen pro 100.000 Einwohner den Höchstwert verzeichneten, dieser Wert sank jedoch im Jahr 2025 auf 205,2. Auch die Autonome Gemeinschaft Valencia verzeichnete einen Rückgang von 217,7 auf 195. Landesweit sank die Zahl der Scheidungsklagen von 196,7 im Jahr 2024 auf 171,9 im Jahr 2025.
Ein weiterer Trend, der sich aus den Daten des CGPJ ablesen lässt, ist die Zunahme einvernehmlicher Scheidungen. Auf den Balearen stieg die Quote von 145,1 pro 100.000 Einwohner im Jahr 2024 auf 149,7 im Jahr 2025. Im Gegensatz dazu sank die Einvernehmlichkeitsquote in ganz Spanien um 3 %.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 auf den Balearen 2.570 Beziehungen offiziell beendet, wobei Scheidungen die häufigste Form darstellen. Konkret gab es 659 einvernehmliche und 1.853 nicht einvernehmliche Scheidungen, insgesamt also 2.512. Hinzu kommen 52 Trennungen, von denen lediglich 12 nicht einvernehmlich erfolgten, sowie 6 Nichtigkeitserklärungen.
Die Daten des CGPJ zeigen zudem, dass die Anträge auf Ehescheidung in den letzten fünf Jahren tendenziell rückläufig sind. Im Jahr 2020 lag die Quote noch bei 224,1 pro 100.000 Einwohner, während sie im Jahr 2025 bei 207,7 liegt. Vor fünf Jahren wurden auf den Inseln 90 Trennungen (davon 18 nicht einvernehmlich), 2.534 Scheidungen (davon 856 nicht einvernehmlich) und 1 Eheungültigkeitserklärung registriert.
Quelle: Agenturen




