Balearen vier Tage vor Eintreffen des Impfstoffs immer noch extrem gefährdet

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Die Balearen erleben gerade den schlimmsten Moment der Coronavirus-Pandemie. Da die Zahl der Infektionen in Spanien sprunghaft angestiegen ist, bereiten sich die Inseln darauf vor, am kommenden Sonntag, 27. Dezember, mit der Impfung gegen COVID-19 zu beginnen.

Laut der am Mittwoch (23.12.2020) veröffentlichten Statistik des Gesundheitsamtes wurden in den letzten 14 Tagen 5.237 Fälle und in der letzten Woche 2.800 Fälle diagnostiziert, so dass die kumulative Inzidenz pro 100.000 Einwohner in den letzten zwei Wochen 455,61 Fälle beträgt, die höchste im Land. Auf den Balearen folgen Madrid mit 361 Fällen, 32 mehr, und Valencia mit 346 Fällen, vor der Extremadura mit 337 und Kastilien-La Mancha mit 305 Fällen.

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Balearen vier Tage vor Eintreffen des Impfstoffs immer noch extrem gefährdet

Nur vier Tage vor der Ankunft des Impfstoffs sind die Inseln extrem gefährdet. Die ersten Dosen von Pfizer werden am frühen Sonntagmorgen aus Guadalajara erwartet, so das Gesundheitsministerium. Am gleichen Tag wird die erste Dosis in einem Pflegeheim auf den Inseln verabreicht, die Regierung hat noch nicht verraten, welches es sein wird.

Der balearische Gesundheitsdienst wird zwischen 500 und 1.000 Bürger pro Tag impfen, erstens die älteren und behinderten Menschen in den Heimen, zweitens das Gesundheits- und Sozialpflegepersonal und schließlich die älteren Menschen, die zu Hause leben. Auf den Inseln werden in einer ersten Lieferung 60.000 Impfungen durchgeführt und das Gesundheitspersonal geht in die Häuser.

Die Ministerin für Gesundheit und Verbraucherangelegenheiten, Patricia Gomez, gab am Mittwoch ihre Besorgnis zu, nachdem eine Rekordzahl von Infektionen an einem einzigen Tag verzeichnet worden war: 604 neue Fälle seit Dienstag. Trotz der Zahl der Infektionen unterscheiden sich die Zahlen der Krankenhauseinweisungen z. B. vom September, als es einen weiteren Höhepunkt der Pandemie gab, mit durchschnittlich 300 neuen Fällen pro Tag. Damals waren 375 Personen im Krankenhaus und 65 auf der Intensivstation, während heute – bei 604 neuen Coronavirus-Fällen – 305 Personen auf der Station und 55 auf der Intensivstation liegen.

Bis auf Weiteres haben die Krankenhäuser auf den Balearen die Kapazität, um Fälle von COVID-19 zu behandeln, so die regionale Ministerin für Gesundheit und Verbraucherschutz, die schätzt, dass auf den Balearen 1.000 Betten für Patienten mit Coronavirus zur Verfügung stehen. “Einige Krankenhäuser mögen gestresster sein als andere, aber im Prinzip ist die Situation in den Krankenhäusern nicht übermäßig besorgniserregend”, sagte sie.