Die Energiekrise im Nahen Osten zwingt Schifffahrtsunternehmen wie Balearia, Trasmed und GNV zu Preisanpassungen im Gütertransport. Balearia erhebt ab Montag einen Zuschlag von 6,25 Euro pro Rechnungsmeter für Strecken zwischen den Inseln und zum Festland. Trasmed hat bereits am Mittwoch einen Zuschlag von acht Euro eingeführt. GNV folgt ab Montag mit vier Euro pro laufendem Meter.
Die Unternehmen begründen die Erhöhungen mit gestiegenen Treibstoffkosten aufgrund von Spannungen auf wichtigen Energieversorgungsrouten, insbesondere der Blockade der Straße von Hormus. Dies führe dazu, dass die Treibstoffkosten die in den Tarifstrukturen vorgesehenen Grenzen überschreiten.
Der Güterverkehrssektor sieht sich somit mit doppelten Kosten konfrontiert: steigende Treibstoffpreise und höhere Transportkosten durch die Reedereien. Auch Ersatzteile verteuern sich.
Ezequiel Horrach, Vorsitzender des Güterverkehrsverbands der Balearen, befürchtet erhebliche Auswirkungen auf die Tourismussaison und hofft auf eine klarere Lage Ende März. Jeroni Valcaneras, Präsident der Transportunternehmen des Verbands PIMEM, warnt vor Preiserhöhungen von bis zu 30 %, sollte sich der Konflikt im Nahen Osten verschärfen. Dies hätte einen Anstieg der Lebenshaltungskosten für Familien zur Folge, insbesondere bei Lebensmitteln.
Quelle: Agenturen





