In Spanien warnen Banken und Polizei vor einer neuen Betrugsmasche an Geldautomaten, die als „Banknotenbetrug“ bekannt ist. Diese Methode ist einfach, aber effektiv und hat bereits viele Menschen ihre Bankkarte oder ihre Ersparnisse gekostet.
Die Methode beginnt damit, dass ein Betrüger eine Banknote sichtbar in der Ausgabeschlitz hinterlässt, aus dem normalerweise das Geld ausgegeben wird. Wenn ein ahnungsloser Nutzer zum Geldautomaten kommt und die Banknote bemerkt, versucht er, sie aufzuheben oder genauer zu betrachten. Genau in diesem Moment nutzt der Betrüger seine Chance.
Der Täter kann dann unbemerkt Aktionen am Automaten ausführen, wie z.B. das Ausspähen der PIN oder sogar den Diebstahl der Karte. In einigen Fällen ist eine kleine Kamera installiert, um die Eingabe der PIN aufzuzeichnen. Sobald der Benutzer weg ist, wird die Karte oder die Information verwendet, um Geld vom Konto abzuheben.
Experten zufolge funktioniert dieser Trick vor allem deshalb, weil das Gehirn kurz abgelenkt ist. Die Vorstellung, einfach so einen Geldschein zu „finden”, sorgt für einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit, gerade lang genug, damit der Betrüger zuschlagen kann.
Die spanische Polizei empfiehlt, an Geldautomaten stets wachsam zu bleiben. Decken Sie die Tastatur beim Eingeben Ihrer PIN ab, berühren Sie keine fremden Gegenstände oder Geldscheine, überprüfen Sie, ob sich keine losen Teile am Automaten befinden, und brechen Sie die Transaktion sofort ab, wenn Sie etwas Verdächtiges bemerken.
Banken raten außerdem, verdächtige Situationen sofort zu melden, damit der Automat überprüft werden kann. So können mögliche Opfer schnell gewarnt und weitere Schäden verhindert werden.
Quelle: Agenturen




