Barcelona auf Platz 2 der europäischen Städte für eine Workation

Lesedauer des Artikels: ca. 8 Minuten -

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und der gewohnte Arbeitsalltag kehrt wieder ein. Wer nach über 18 Monaten pandemiebedingtem Home-Office den Sommer verlängern möchte und sich nach einem längeren Tapetenwechsel sehnt, sollte die sogenannte „Workation” in Betracht ziehen. Workation ist eine spannende Kombination aus Arbeit (Work) und Urlaub (Vacation). Wem im Job ein Laptop und Smartphone genügen, kann prinzipiell an jedem Ort der Welt mobil arbeiten. Und dieser Trend hat Zukunft: War mobiles Arbeiten bis Anfang 2020 eher die Ausnahme, so wird laut einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom in Zukunft mehr als jeder Dritte den Arbeitsort flexibel wählen können.

Lesetipp:  MALLORCAS URLAUBS MEILE - PAGUERA
Barcelona auf Platz 2 der europäischen Städte für eine Workation

Holidu (www.holidu.de), die Suchmaschine für Ferienhäuser, veröffentlicht in einem Ranking die besten Städte für eine Workation in Europa. Analysiert wurden Faktoren wie die Kosten für eine Wohnung, die Internet-Geschwindigkeit, die durchschnittliche Sonnenscheindauer, die „Instagrammability”, die Anzahl der gut bewerteten Aktivitäten der Stadt sowie der Durchschnittspreis für einen Cappuccino oder After-Work-Drink.

Lissabon:

Lissabon führt das Ranking als beste Stadt für eine Workation in Europa an. Obwohl die portugiesische Hauptstadt in keiner der Einzelkategorien auf Platz 1 ist, erzielt sie in Summe die Goldmedaille im europaweiten Ranking. Und das aus gutem Grund: Lissabon ist eine der schönsten und lebendigsten Metropolen in Europa, mit beeindruckender Architektur, hippen Vierteln, der weltberühmten Süßspeise „Pastel de Nata” sowie den traditionellen Fado-Klängen. Workation-Fans können sich an den vielen Stränden außerhalb der Stadtgrenzen entspannen, die sich perfekt für ein Bad am frühen Morgen oder am späten Nachmittag eignen, wobei eine Taxifahrt nur umgerechnet 0,47 Euro pro Kilometer kostet.

Barcelona:

Auf dem zweiten Platz liegt Barcelona. Besonders in der Kategorie “Instagrammability” punktet die zweitgrößte Stadt Spaniens mit über 62 Millionen Beiträgen zum Hashtag Barcelona. Das liegt mitunter an den einzigartigen Bauwerken wie zum Beispiel der Sagrada Familia oder der Park Güell des Architekten Antoni Gaudí. Daneben gibt es 2.737 Aktivitäten, die Besucher begeistern und die mit mindestens 4 Sterne bewerten wurden. Etliche Co-Working-Spaces gibt hier, nur in London und Paris findet man europaweit mehr. Die Internet-Geschwindigkeit ist mit 37 Mbit/s beeindruckend, vor allem wenn man bedenkt, dass in Barcelona mehr als fünf Millionen Menschen leben.

Budapest:

An dritter Stelle im Ranking liegt Ungarns Hauptstadt Budapest. Zwar liefert die Stadt weniger Co-Working-Spaces, Sonnenstunden und Sehenswürdigkeiten als Lissabon und Barcelona, allerdings schneidet Budapest vor allem in Sachen Sightseeing und Lebenshaltungskosten gut ab. Wer vor der Arbeit Lust auf einen cremigen Cappuccino hat, zahlt im Schnitt nur 1,40 Euro. Auch Wohnen ist im Vergleich zu anderen europäischen Städten preiswerter, denn die Kosten für ein Ein-Zimmer-Apartment belaufen sich auf durchschnittlich nur 428 Euro im Monat.

Istanbul:

Istanbul ist ein umstrittener vierter Platz auf der europäischen Liste, da sich die Stadt genau genommen auf zwei Kontinenten – Europa und Asien – befindet. Allerdings wurde die türkische Hauptstadt 2010 zur Kulturhauptstadt Europas ernannt, weshalb sie sich ihren Platz in dieser Liste verdient hat. Letztes Jahr wurde Istanbul von über 31,4 Millionen Touristen besucht, was die 116 Millionen Instagram-Posts mit dem Hashtag Istanbul erklärt. Neben guten Wetterbedingungen und unzähligen Touristenattraktionen ist auch der Kostenfaktor ein Pro-Argument für Workation in Istanbul. Die Durchschnittspreise für ein Apartment liegen bei knapp 270 Euro im Monat und auch Kaffeeliebhaber kommen mit 1,44 Euro pro Tasse auf ihre Kosten.

Madrid:

Berufstätige, die das Homeoffice ins Ausland verlegen, sind in Madrid gut aufgehoben. Die spanische Hauptstadt bewegt sich, ebenso wie Bukarest, im Mittelfeld (Platz 5) des Rankings. Obwohl die Lebenshaltungskosten deutlich höher sind als an manch anderen Orten, besticht Madrid mit über 2.700 Sonnenstunden und einer umfangreichen Auswahl an Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Wenn die Konzentration im angemieteten Apartment nachlassen sollte, gibt es in 125 Co-Working-Spaces die Möglichkeit, seinen Arbeitsort in eines der Gemeinschaftsbüros zu verlegen.

Bukarest:

Auf Platz 5 in der Rangliste befindet sich Rumäniens pulsierende Hauptstadt Bukarest.
Bukarest hat in den letzten Jahren ein großes Comeback erlebt und bietet Expats sowie Fernarbeitenden viele Annehmlichkeiten: eine der schnellsten Wifi-Geschwindigkeiten der Welt mit 54 Mbit/s, günstige Taxifahrten mit durchschnittlich 0,41 Euro pro Kilometer und zwei Runden Bier für rund 3,25 Euro! Auch für Wohnungsmieten und eine Mahlzeit im Restaurant muss hier deutlich weniger gezahlt werden als andernorts.

Sofia:

Sofia zählt wohl nicht zu den meistbesuchten Städten. Das zeigt auch der Faktor „Instagrammability” im Ranking, denn der entsprechende Hashtag liefert nur vier Millionen Treffer und damit deutlich weniger als andere europäische Großstädte. Damit ist die bulgarische Stadt mit ihrer atemberaubenden Architektur und Attraktionen nicht nur ein Geheimtipp für einen Städtetrip, sondern auch für eine Workation. Günstige Preise für Apartments und Lebensmittel machen den Aufenthalt erschwinglich.

Krakau:

Auf den achten Platz reiht sich Krakau in die Top 10 ein. Mit soliden Durchschnittswerten in den unterschiedlichen Kategorien ist die Stadt im Süden Polens die passende Anlaufstelle für die Trendmischung aus Arbeit und Urlaub. Nach getaner Arbeit lädt ein Stadtbummel durch das historische Zentrum ein, das zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Das Wetter ist verhältnismäßig freundlich und der Durchschnittspreis für eine Mahlzeit in einem Restaurant liegt unter 7 Euro.

Belgrad:

Eine weitere Workation-Stadt im Osten Europas ist Belgrad. Die Hauptstadt Serbiens, die malerisch an der Donau liegt, kann im europaweiten Vergleich mit besonders günstigen Mietpreisen für ein Apartment punkten. Auch auf kulinarischer Ebene ist Belgrad erschwinglich: Eine Mahlzeit im Restaurant bekommt man für unter 6 Euro und auch die Afterwork-Drinks sind mit 3,39 Euro relativ günstig.

Porto:

Die Workation-Perle Porto hat es auch unter die Top 10 geschafft. Das historische Zentrum der portugiesischen Großstadt, welches sich am Ufer des Flusses Duoro befindet, gehört seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zudem war Porto 20021 Kulturhauptstadt Europas. All diejenigen, die ihr Homeoffice im Ausland aufschlagen möchten, können in Porto mit viel Sonne sowie mit günstigem Bier und Kaffee rechnen. Die traumhafte Architektur und die direkte Lage am Fluss versprechen den ein oder anderen Schnappschuss für Instagram. Bisher gibt es für den Hashtag Porto fast zehn Millionen Posts, was für die Schönheit und Beliebtheit der Stadt spricht.

Tipps für die Workation

Eine Workation bedeutet für die meisten eine Horizonterweiterung: neue Landschaften und Städte entdecken, intensiv in die Kultur des Landes eintauchen und sich persönlich weiterentwickeln. Jeder hat bestimmt einige Ziele auf seiner Bucket List, die für ihn und eine Workation infrage kommen.

Doch sollte beachtet werden: Wie sieht es mit der Covid-Situation am Workation-Ziel aus? Welche Regeln gelten, muss man mit Quarantäne rechnen, gibt es eine gute medizinische Versorgung? Wenn im Urlaubsort ein strenger Lockdown herrscht, hat man wahrscheinlich nicht allzu viel von der Workation.

Mehr Informationen sowie ein weltweites Ranking finden Sie in unserem Magazin unter: https://www.holidu.de/magazine/workation

Über die Methode:

Um den Workation Index zu erstellen, haben wir zunächst eine Liste von über 150 Ländern zusammengestellt, wobei wir uns auf die “100 besten Städte der Welt” von bestcities.org und andere verschiedene Quellen stützten.
Anschließend wurde jede Stadt anhand der folgenden Faktoren analysiert:

Arbeit:
Internetverbindung: Durchschnittliche WiFi mbps pro Sekunde Co-Working-Spaces: Anzahl der Co-Working-Spaces
Koffein: Durchschnittlicher Preis für den Kauf eines Kaffees
Reisen: Durchschnittlicher Preis für ein Taxi pro km After-Work-Getränke: Durchschnittlicher Preis für 2 Bier in einer Bar

Urlaub:
Unterkunft: Durchschnittlicher Preis für eine 1-Zimmer-Wohnung pro Monat
Essen: durchschnittliche Kosten für eine Mahlzeit in einem lokalen Restaurant der mittleren Klasse Klima: Durchschnittliche Anzahl an Sonnenstunden
Sehenswürdigkeiten: Anzahl der “Aktivitäten” auf Tripadvisor
Instagram: Anzahl der Fotos mit dem Hashtag der jeweiligen Stadt
Wir haben eine Reihe verschiedene Quellen genutzt, um Daten für jede der oben genannten Kategorien zu finden. Daraufhin wurden die Städte auf Grundlage dieser Daten in eine Rangfolge gebracht.

Da einige Faktoren für Workation wichtiger sind als andere, wurden die Datenpunkte “Co-Working-Spaces”, “Unterkunft” und “Sonnenschein/Klima” doppelt gewichtet, während “Internetverbindung” dreifach gewichtet wurde – der wichtigste Faktor von allen. Anschließend wurden die Punkte addiert, um eine Gesamtpunktzahl zu erhalten. Auf dieser Grundlage wurden die Städte schließlich in eine Rangfolge gebracht.
Der vollständige Datensatz ist auf Anfrage erhältlich.

Über Holidu

Die Mission von Holidu ist es, das Suchen und Buchen von Ferienwohnungen endlich einfach zu machen. Die Suchmaschine für Ferienhäuser und -wohnungen ermöglicht es Reisenden, die ideale Unterkunft zum niedrigsten Preis zu finden. Mit seiner Software- und Servicelösung unter der Marke Bookiply hilft das Unternehmen auch Ferienhausvermietern, mit weniger Aufwand mehr Buchungen zu bekommen. Die Brüder Johannes und Michael Siebers gründeten Holidu im Jahr 2014. Das wachstumsstarke Start-up mit Hauptsitz in München verfügt über lokale Niederlassungen in den attraktivsten Reisezielen Europas. Weitere Informationen finden Sie unter www.holidu.de und www.bookiply.de.