Beach Club auf Mallorca hatte keine Genehmigung für Dachterrasse

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Der Medusa Beach Club auf der spanischen Insel Mallorca hatte keine Genehmigung für die Terrasse, die am Donnerstagabend eingestürzt war. Dies bestätigte der Bürgermeister von Palma de Mallorca, Jaime Martínez, auf einer Pressekonferenz.

Martínez präsentierte am Dienstag (28.05.2024) gemeinsam mit Feuerwehrchef Eder García die ersten Ergebnisse der Untersuchung, wie die spanische Zeitung El Mundo berichtete. Die Dachterrasse sei in den vergangenen Jahren mehrfach umgebaut worden, so der Bürgermeister. Er bestätigte frühere Berichte spanischer Medien, wonach die Dachterrasse nicht im Grundbuch eingetragen war.

Unmittelbar vor dem Unglück befanden sich 21 Personen auf der Dachterrasse, sagte der Feuerwehrchef. Das Fundament der Terrasse war alt und stürzte unter dem Gewicht der Menschen ein. „Auf dieser Terrasse hätte sich nichts befinden dürfen“, sagte García.

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Der Boden des Erdgeschosses des Clubs konnte die Wucht des Einsturzes nicht aushalten. Infolgedessen stürzte auch das Untergeschoss ein, in dem sich zu diesem Zeitpunkt Menschen aufhielten. Das Erdgeschoss und der Keller waren jedoch im Grundbuch eingetragen.

Die Gemeinde und die Feuerwehr haben den vorläufigen Untersuchungsbericht an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Es ist noch nicht bekannt, ob jemand strafrechtlich belangt werden wird.

Bei dem Unglück wurden vier Menschen getötet und 16 verletzt. Bei den Todesopfern handelt es sich um eine 23-jährige Frau aus Spanien, einen 44-jährigen Mann aus dem Senegal und zwei deutsche Frauen im Alter von 20 und 30 Jahren. Die deutschen Frauen waren Touristinnen, die Spanierin und der Senegalese arbeiteten in dem Club.

Unter den Verletzten sind zehn niederländische Staatsangehörige. Einer von ihnen befindet sich noch im Krankenhaus auf Mallorca.

Quelle: Agenturen