Beeindruckendes Gebäude in Barcelona – aber kein Königspalast

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Viele Touristen, die Barcelona besuchen, um den magischen Brunnen zu sehen oder die Treppen zum Montjuïc hinaufzusteigen, glauben, dass das riesige Gebäude auf der Spitze des Hügels ein Palast der spanischen Königsfamilie ist. Die Kuppeln, Türme und die imposante Fassade scheinen dies ebenfalls zu suggerieren. Doch nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Der Palacio Nacional ist erst knapp 100 Jahre alt und wurde nie als königliche Residenz erbaut, sondern als vorübergehende Kulisse für eine Weltausstellung.

Das Gebäude entstand in rasendem Tempo auf dem Hügel für die Internationale Ausstellung von 1929. Die Architekten Eugenio Cendoya, Enric Catà und Pere Domènech i Roura erhielten den Auftrag, einen monumentalen Mittelpunkt zu schaffen, der die Besucher sofort beeindrucken sollte. Dieser Plan ist mehr als gelungen, denn bis zum heutigen Tag gilt das palastartige Bauwerk als eines der bekanntesten Wahrzeichen Barcelonas.

Obwohl es wie eine Mischung aus jahrhundertealten Stilen wirkt, wurde das Design bewusst so gestaltet, um Eindruck zu machen. Die große Kuppel erinnert an den Petersdom, die schlanken Türme verweisen auf die Giralda und die massiven Fassadenelemente knüpfen an die monumentale Architektur des frühen 20. Jahrhunderts an. Obwohl es als provisorisches Gebäude gedacht war, strahlt es die Ausstrahlung eines Bauwerks mit einer langen Geschichte aus.

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Erst viel später erhielt der Palacio Nacional seine heutige Funktion. Im Jahr 1990 wurden verschiedene Sammlungen zusammengeführt und das Museu Nacional d’Art de Catalunya entstand. Das Museum entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Kunstinstitutionen Spaniens, mit Sammlungen, die von romanischen Wandmalereien bis hin zu moderner Kunst, Fotografie und Grafik reichen.

Um den provisorischen Palast für eine moderne Nutzung als Museum geeignet zu machen, war ein umfangreicher Umbau erforderlich. Ab den 1980er Jahren wurden unter der Leitung der italienischen Architektin Gae Aulenti Wände verstärkt, neue Säle gebaut und technische Anlagen installiert. Die Renovierung dauerte bis 2004 und verlieh dem Gebäude die Stabilität und Vielseitigkeit, die es heute benötigt.

Obwohl es nie eine königliche Funktion hatte, hat sich der Palacio Nacional zu einer kulturellen Ikone entwickelt. Die Treppen, Brunnen und Kaskaden, die zum Museum führen, bilden einen der meistfotografierten Orte Barcelonas. Und die große Oval Hall, einst für offizielle Zeremonien der Ausstellung gedacht, ist heute ein beliebter Ort für Kongresse und kulturelle Veranstaltungen.

Quelle: Agenturen