Die Preise für Benzin und Diesel in Spanien sind in den letzten Tagen stark gestiegen. Dies ist vor allem auf die Spannungen im Nahen Osten und den Militärschlag der Vereinigten Staaten gegen den Iran Ende Februar zurückzuführen. Seitdem sind die Kraftstoffpreise deutlich gestiegen, was Autofahrer sofort an der Zapfsäule spüren.
Jüngsten Zahlen zufolge sind die durchschnittlichen Kraftstoffpreise in etwas mehr als einer Woche um etwa 10 bis 18 Prozent gestiegen. Dabei ist Diesel am stärksten gestiegen und liegt mittlerweile sogar über dem Preis für Benzin.
Laut einer täglichen Analyse von RTVE kostet ein Liter Benzin 95 an der Tankstelle derzeit durchschnittlich 1,66 Euro. Für Diesel liegt der Preis bei etwa 1,79 Euro pro Liter. Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran ist Benzin um etwas mehr als 12 Prozent teurer geworden, Diesel sogar um fast 25 Prozent.
Am Donnerstag veröffentlicht die Europäische Union das Weekly Oil Bulletin, in dem alle durchschnittlichen Kraftstoffpreise in der EU aufgeführt sind.
Die Ursache für die höheren Kraftstoffpreise liegt im steigenden Ölpreis auf dem Weltmarkt. Aufgrund der Spannungen um den Iran und der Gefahr von Störungen im Ölhandel ist der Preis für ein Barrel Brent-Öl stark gestiegen. Dieser Ölpreis ist für Europa wichtig und hat direkten Einfluss auf die Kraftstoffpreise in Ländern wie Spanien.
Ein zusätzlicher Grund zur Sorge ist die Lage in der Straße von Hormus. Durch diese Meerenge werden etwa 20 Prozent des gesamten weltweit per Schiff transportierten Öls befördert. Wenn diese Route blockiert oder gestört wird, könnte der Ölpreis noch weiter steigen.
Dennoch spüren Autofahrer den Anstieg des Ölpreises nicht sofort vollständig an der Zapfsäule. Der Kraftstoffpreis reagiert nämlich oft mit einer Verzögerung von einigen Tagen. Daher kann es sein, dass der aktuelle Anstieg noch nicht seine volle Wirkung entfaltet und die Preise in den kommenden Tagen weiter steigen werden.
Auch der Gaspreis ist aufgrund der geopolitischen Spannungen stark gestiegen. In den ersten zehn Tagen nach dem Angriff auf den Iran ist der Gaspreis um mehr als 60 Prozent gestiegen und liegt fast doppelt so hoch wie zu Beginn dieses Jahres. Europäische Institutionen erwägen daher mögliche Notfallmaßnahmen, falls die Energiepreise weiter steigen sollten.
Die Lage bleibt vorerst ungewiss. Sollte sich der Konflikt im Nahen Osten weiter verschärfen oder der Ölhandel gestört werden, könnten die Kraftstoffpreise in Spanien erneut schnell steigen.
Quelle: Agenturen



