„Besetzter“ Wohnwagen auf Mallorca nach Jahren entfernt

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Auf den Balearen ist das Problem der Hausbesetzer ein immer wiederkehrendes Thema. Häuser, leerstehende Wohnungen und sogar im Winter geschlossene Hotels werden regelmäßig von sogenannten Ocupas besetzt. Dass nun aber auch ein Wohnwagen besetzt wurde, ist eine bemerkenswerte Premiere für Mallorca und möglicherweise sogar für ganz Spanien.

In s’Arenal auf der Insel Mallorca wurde ein besetzter Wohnwagen nach Jahren voller Probleme endlich entfernt. Das Fahrzeug stand auf dem alten Fußballplatz und wurde einst von einem deutschen Besitzer zurückgelassen. Danach übernahmen es eine spanische Frau und ein rumänischer Mann, die beide der Polizei bekannt waren. Nach Angaben von Anwohnern sorgten sie für ständige Belästigungen, Diebstähle und Unsicherheit in der Umgebung.

Die Situation geriet außer Kontrolle, als sich die beiden dauerhaft im Wohnmobil niederließen. Anwohner berichteten, dass der Ort zu einem Sammelpunkt für Drogenkonsum, Müll und verdächtige Aktivitäten geworden sei. Das Paar soll auch in gewalttätige Diebstähle verwickelt gewesen sein, was die Unruhe in der Nachbarschaft noch weiter verstärkte.

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Nach unzähligen Beschwerden und Meldungen beschloss die Polizei einzugreifen. Ein Richter verhängte ein „Hausverbot” für die beiden Hausbesetzer, speziell für das Fahrzeug. Die Guardia Civil verhaftete das Paar und machte deutlich, dass das Wohnmobil nicht mehr bewohnt werden durfte.

Dennoch blieb der Ort weiterhin ein Problem. Selbst nachdem die Beamten das Wohnmobil versiegelt hatten, brachen erneut Menschen ein. Für die Nachbarschaft war es genug, und die Forderungen nach einer endgültigen Entfernung wurden immer lauter.

Schließlich beschloss die Gemeinde, das Fahrzeug von einem spezialisierten Unternehmen entfernen zu lassen. Das Wohnmobil wurde vollständig abtransportiert, aber auf dem Gelände liegen immer noch Müll und zurückgelassene Materialien. Die Anwohner betonen, dass dies schnell beseitigt werden muss, um zu verhindern, dass der Ort erneut missbraucht wird.

Der Nachbarschaftsverein reagiert erleichtert, warnt jedoch, dass die Entfernung des Wohnmobils allein nicht ausreicht. Er drängt auf eine gründliche Reinigung und bessere Kontrollen, damit das Gebiet nicht erneut zu einem Ort der Belästigung wird.

Quelle: Agenturen