Betrugsmaschen wie „Tocomocho“ und „Estampita“ kehren zurück

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Rund um die Feiertage tauchen in Spanien erneut die klassischen Straßenbetrügereien „Tocomocho“ und „Estampita“ auf. Diese Tricks gibt es schon seit Jahrzehnten, aber sie sind nach wie vor sehr effektiv, insbesondere bei älteren Menschen, die leichtgläubig sind oder alleine unterwegs sind. Die Polizei warnt davor, dass Betrüger gerade in dieser Zeit aktiver werden.

Beim „Tocomocho”-Trick zeigt ein Betrüger einen Stapel Banknoten, von denen nur die oberste echt ist. Der Rest ist bedrucktes Papier. Er tut so, als müsse er das Geld schnell loswerden und bittet das Opfer um Schmuck oder Bargeld im Austausch für den angeblich hohen Wert. Erst später entdeckt das Opfer, dass fast alle Banknoten wertlos sind.

Der „estampita’ funktioniert genauso irreführend. Dabei gibt der Täter vor, einen Gewinnschein der Lotterie zu haben, diesen aber aufgrund eines erfundenen Problems nicht einlösen zu können. Er versucht, den Schein für einen geringen Betrag zu verkaufen, woraufhin das Opfer erst bemerkt, dass der Schein gefälscht ist. Vor allem Menschen, die glauben, eine einmalige Gelegenheit zu bekommen, fallen darauf herein.

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Die Guardia Civil hat kürzlich eine Gruppe von Betrügern festgenommen, die in verschiedenen Provinzen aktiv war, darunter Sevilla, Huelva, Almería und A Coruña. Sechs Personen wurden festgenommen, drei weitere werden derzeit untersucht. Die Gruppe soll mit diesen klassischen Tricks mehr als 50.000 Euro erbeutet haben.

Bei Hausdurchsuchungen wurden Bargeld, Schmuck, Fahrzeuge, ein Wohnwagen und Material zur Durchführung der Betrügereien gefunden. In einem Fall wurde sogar chemische Betäubung eingesetzt, um ein Opfer zu manipulieren. Das macht laut den Behörden deutlich, wie gefährlich diese Banden sein können.

Die Polizei bittet alle, besonders während der hektischen Weihnachtszeit, besonders wachsam zu sein. Wenn Sie jemanden auf der Straße sehen, der schnell Geld wechseln, ein Los verkaufen oder ein zu gutes Angebot machen will, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um Betrug handelt. Zögern Sie nicht und rufen Sie die Polizei unter 062 an, wenn Sie etwas Verdächtiges sehen oder selbst angesprochen werden.

Quelle: Agenturen