Die Bewerbungen für den Eintritt in die verschiedenen Zweige der Streitkräfte haben sich in den letzten zwei Jahren auf den Balearen verdoppelt.
Konkret sind laut Angaben der Verteidigungsdelegation des Generalkommandos die Zahl der jungen Menschen, die eine militärische Laufbahn auf den Inseln eingeschlagen haben, von 32 im Jahr 2022 auf 65 im Jahr 2024 gestiegen. Im Vorjahr, 2023, waren es 60 junge Menschen.
Die Verteidigungsdelegation hat diese Zahlen hervorgehoben, die das Ergebnis der Maßnahmen sind, die durchgeführt werden, um die sogenannte Verteidigungskultur in allen Teilen des Archipels bekannt zu machen. So, fügen sie hinzu, kenne die balearische Gesellschaft die Realität der Streitkräfte und die Jugendlichen könnten auf Informationen zurückgreifen, die ihnen eine Orientierung für die militärische Laufbahn ermöglichen.
Neben anderen Maßnahmen, um der Gesellschaft die Verteidigungskultur näherzubringen, besucht die Delegation Schulen und Bildungsmessen und hält Vorträge oder Ausstellungen ab.
Der Generalkommandant Fernando Luis Gracia lobte beim letzten Militärfest in La Almudaina in Palma die Arbeit der Verteidigungsdelegation, die darauf abzielt, möglichst vielen Bürgern auf den Balearen die Streitkräfte näherzubringen, was vor allem dazu geführt hat, dass sich immer mehr junge Menschen für eine berufliche Laufbahn im Militär interessieren.
In diesem Zusammenhang hat das Verteidigungsministerium 47 Stellen für Soldaten und Matrosen auf den Balearen ausgeschrieben. Davon entfallen 30 auf das Infanterieregiment Palma 47, zehn auf die ALA 49 der Luftwaffenbasis Son Sant Joan, vier auf die Luftwaffenbasis Pollença und drei auf die Luftüberwachungsstaffel 7 von Sóller.
Am 8. Januar wurde im Staatsanzeiger (BOE) der Beschluss veröffentlicht, mit dem das Auswahlverfahren für die Aufnahme in die militärischen Ausbildungszentren zur Eingliederung in die Truppen- und Marinehierarchie genehmigt wurde.
Generell erhöht das Verteidigungsministerium die Zahl der aktiven Militärangehörigen und Auszubildenden und erreicht damit die vom Generalstabschef (Jemad) im Verteidigungsplan durch das Ziel der militärischen Fähigkeiten (OCM) festgelegte Personalstärke, die die volle Einsatzfähigkeit der Streitkräfte gewährleistet.
Dieser Plan sieht ein Ziel von 127.500 aktiven Soldaten im Jahr 2029 vor, was einen Gesamtanstieg von 7.500 Soldaten sowohl im Führungsbereich (Offiziere und Unteroffiziere) als auch bei den Soldaten und Matrosen bedeutet.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wird dieses Ziel dank öffentlicher Stellenangebote erreicht, die 120 Prozent der Nettoverluste an Personal ausmachen und bis zum Jahr 2026 insgesamt 11.913 neue Stellen schaffen werden, Davon sind 2.863 für die Aufnahme in Ausbildungszentren für Offiziere und Unteroffiziere und 9.050 für den Zugang zum Status als Soldat oder Matrose über die beiden vorgesehenen Aufnahmezyklen vorgesehen. Dieses Stellenangebot verdoppelt praktisch (92,2 %) die Anzahl der 2017 angebotenen Stellen.
Der 2018 begonnene Prozess des Personalaufbaus im aktiven Dienst kehrt den Personalverlust um, der sich aus früheren Stellenangeboten im öffentlichen Dienst ergab, mit denen die Personalverluste nicht ausgeglichen werden konnten, und erreicht in einigen Fällen, wie beispielsweise in den fünf Jahren von 2010 bis 2014, zu Quoten von praktisch null, bei denen nur 10 Prozent der Nettoverluste an Personal ersetzt wurden.
Mit dieser Personalplanung, so betont das Verteidigungsministerium, werden die bestehenden operativen Bedürfnisse des Militärpersonals gewährleistet und neue aufkommende Fähigkeiten wie Cyberabwehr, neue Bereiche der Luft- und Raumfahrt sowie die gestiegene Nachfrage nach Kommando- und Kontrollstrukturen in den internationalen Sicherheits- und Verteidigungsorganisationen (NATO, EU) berücksichtigt.
Quelle: Agenturen





