Börsenkurse der Tourismusunternehmen stürzen aus Furcht vor neuen Reisebeschränkungen ab

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Die wichtigsten Tourismusunternehmen Spaniens, die an der Madrider Börse notiert sind, haben heute (22.03.2021) den ganzen Tag über einen Kurssturz erlitten, der auf die Angst vor neuen Reisebeschränkungen in ganz Europa zurückzuführen ist. Spitzenreiter war IAG, die an der Madrider Börse fast 8% und an der Londoner Börse mehr als 15% verlor.

Dieser Einbruch kam, nachdem Mike Tildesley, ein Mitglied des Teams, das die britische Regierung berät, sagte, er halte internationale Reisen in diesem Sommer für “extrem unwahrscheinlich”.

Börsenkurse der Tourismusunternehmen stürzen aus Furcht vor neuen Reisebeschränkungen ab
Börsenkurse der Tourismusunternehmen stürzen aus Furcht vor neuen Reisebeschränkungen ab

Im Moment könnten die Briten frühestens am 17. Mai ins Ausland in den Urlaub fahren. Dies würde den Tourismus in Spanien erheblich beeinträchtigen, da der britische Markt einer der wichtigsten Auslandsmärkte für unser Land ist.

Tildesley versicherte in der BBC-Sendung “Today” am Wochenende, dass “ich leider denke, dass internationale Reisen in diesem Sommer für den durchschnittlichen Urlauber extrem unwahrscheinlich sind”. Er warnte auch vor der Gefahr, dass Urlauber andere Varianten des Virus ins Land bringen, wie zum Beispiel die aus Südafrika.

Am frühen Morgen führte IAG die Verluste des Ibex-35-Handels bei 2,259 Euro an, 0,159 Euro weniger als am Freitag, nachdem sie bekannt gegeben hatte, dass sie Schulden in Höhe von 1.200 Millionen Euro in zwei Tranchen ausgeben wird, eine in Höhe von 700 Millionen Euro für acht Jahre, mit einem Zinssatz von 3,75%, und andere Anleihen für vier Jahre, mit einer Rendite von 2,75%. Die Anleihen, die für Privatanleger in Großbritannien nicht erhältlich sind, werden um den 25. März 2021 ausgegeben.

Die Muttergesellschaft von Iberia und British Airways bekommt die harten Restriktionen in Großbritannien und den USA voll zu spüren. Sie ist daher in Gesprächen mit Flugzeugherstellern, um die Auslieferungen weiter zu verzögern.

Neben IAG fielen auch andere Werte im Tourismussektor aufgrund der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Europa, wo Frankreich eine neue Beschränkung verhängt hat, die ein Drittel der Bevölkerung betrifft; Deutschland plant neue restriktive Maßnahmen und in Spanien gibt es einen Anstieg der Ansteckungen in einigen Gemeinden.

So waren zur Sitzungsmitte neben dem anhaltenden Rückgang von IAG (-5,13%) auch der Flughafenbetreiber Aena (-2,84%), Amadeus (-2,55%), die Hotels NH Hotels (-2,37%) und Melia Hotels (1,91%), sowie die Titel von eDreams (-1,73%) rückläufig.