Burka-Verbot im öffentlichen Raum auf Mallorca?

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Die Debatte um ein Burka-Verbot in Spanien hat erneut an Fahrt aufgenommen, nachdem die konservative Partei PP einen entsprechenden Antrag im Parlament eingebracht hat.

Der Vorstoß, der darauf abzielt, das Tragen der Burka in der Öffentlichkeit zu untersagen, wird von der muslimischen Gemeinschaft kritisch gesehen. Josep Nur Bió, Sekretär der Muslimischen Gemeinschaft der Balearen, äußerte sich besorgt darüber, dass es sich bei der Initiative eher um eine populistische Maßnahme als um eine durchdachte Politik handle.

Er betonte, dass die Burka in Spanien ohnehin selten zu sehen sei und vermutete, dass der Antrag in erster Linie dazu diene, die öffentliche Meinung auszuloten. Die Partei Vox unterstützt den Vorstoß der PP, fordert jedoch eine Ausweitung des Verbots auf andere islamische Kleidungsstücke wie Hidschab und Niqab.

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Bió wies darauf hin, dass ein Gerichtsurteil in La Rioja kürzlich das Recht einer Schülerin auf das Tragen eines Hidschab in der Schule bestätigte und ihr eine Entschädigung zusprach. Die muslimische Gemeinschaft beruft sich auf die Religionsfreiheit, die in der spanischen Verfassung verankert ist, und fordert Respektierung ihrer Rechte.

Neben der Burka-Debatte kritisiert Vox auch die Forderung nach Halal-Menüs in Schulen. Die muslimische Gemeinschaft betont, dass sie lediglich die gleichen Rechte wie andere Bürger einfordert und verweist auf bestehende Probleme wie den zu kleinen islamischen Bereich auf dem Friedhof von Palma.

Quelle: Agenturen