Campos hält in seinem Generalplan für 2.100 Hotelplätze in Son Durí fest

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Im Rahmen der Fortschreibung des Generalplans der Gemeinde Campos auf Mallorca wird das Baugebiet Son Durí in sa Ràpita beibehalten. Es handelt sich um ein 168.982 Quadratmeter großes Grundstück, das insgesamt 2.100 Touristenplätze beherbergen könnte.

Zu diesem Schluss kommt der Bericht des Umweltausschusses der Balearen, der zwar nicht verbindlich ist, aber das Rathaus von Campos auffordert, über den Vorschlag nachzudenken, dieses Gebiet für die Bebauung zu erhalten. Ein Hotel, das der Oberste Gerichtshof bereits im Juli 2015 abgelehnt hatte.

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Im Bericht von Medi Ambient geben verschiedene Gremien der Regierung oder des Rates ihre Empfehlungen zum Generalplan ab. Dies ist bereits in den Bereichen Kulturerbe, Wasserressourcen und Straßen der Fall. Im Fall von Serveis d’Espais Naturals, der Generaldirektion für Naturräume und biologische Vielfalt, wird eine ganze Reihe von Überlegungen zu dem vom Stadtrat vorgelegten Plan angestellt. Sie berücksichtigen insbesondere das Vorhandensein des Parc Natural d’es Trenc-Salobrar in der Gemeinde. In einem davon heißt es: “Die Hotelzone von Son Durí sollte aus der Planung gestrichen werden”.

Darüber hinaus weist die Comissió Balear de Medi Ambient darauf hin, dass das Erschließungsgebiet Son Durí nicht an das PIAT (Pla d’Intervenció en Àmbits Turístics) des Consell de Mallorca angepasst wurde.

Der Bericht weist darauf hin, dass dieses für eine Hotelzone vorgesehene Gebiet an ein Wohngebiet grenzt, was bedeutet, dass die dritte Zusatzbestimmung angewandt werden sollte, die besagt, dass “Tourismuszonen und touristische Wohngebiete keine neuen städtischen oder bebaubaren Flächen für Wohn-, Tourismus- oder gemischte Nutzung aufnehmen können, die außerhalb der in den Anhängen I und II der PIAT-Verordnungen abgegrenzten Gebiete liegen”.

Und man fügt hinzu, dass, als ob dies nicht schon ausreichen würde, um den Stadtrat zu veranlassen, den Entzug dieses Geländes für eine Bebauung in Erwägung zu ziehen, es auch “alle erwähnten Umweltargumente gibt, sowie die Tatsache, dass es sich um ein Naturschutzgebiet (Parc Natural) handelt, das nicht die Last tragen könnte, die entstehen würde, wenn dieser Bereich mit 2.100 Hotelbetten bebaut würde”.

Mit all diesen Argumenten hat die Comissió Balear de Medi Ambient das Konsistorium von Campos ermahnt, mit der Ausarbeitung des Generalplans fortzufahren, aber die 2.100 Hotelbetten in Son Durí zu streichen.

Der Bau eines Hotels auf dem Grundstück von Son Durí am Ortseingang von sa Ràpita an der Straße nach Campos ist eine langjährige Forderung, die bereits mehrfach zu Protesten geführt hat.

Im Jahr 2012 wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet, das im Juli 2015 mit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs endete, das besagte, dass die Änderung des Gebietsplans des Consell, die den Bau des Makrohotels ermöglicht hätte, nicht möglich sei. Seit Campos hat der Stadtrat immer behauptet, dass der Bau des Hotels möglich sei, und nach dem Urteil brachte der damalige Bürgermeister Sagreras seine Unzufriedenheit zum Ausdruck.