Comarques – Llevant

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Hügel und Berge, Steilküsten und Sandstrände, verträumte Buchten und fruchtbare Felder machen aus dem Landschaftsgebiet eine Art Mallorca-Konzentrat. Nirgendwo auf der Insel sind alle Elemente auf so engem Raum vereint. Das trifft nicht nur im geographischen Sinn zu sondern in vielem mehr.

Wind, Wetter und Regen haben sanfte Hügel aus Kalkfelsen geformt, bewachsen von Mastix- und Ginstersträuchen, Heidekraut, wilden oder verwilderten Olivenbäumen, Pinien und Aleppo-Kiefern, und umgeben vom Duft der Lavendelsträucher, Rosmarin und Zistrosen. Wie ein roter Faden zieht sich die garriga durch den Osten. Hochoben vom Cap Ferrutx blickt man über die Sierra de Artàna, mit der höchsten Erhebung (509 Meter) von Son Salvador, bis hinunter zu den 1300 Meter tiefen Drachenhöhlen Coves del Drac.

Richtung Nordosten wartet der Llevant mit zahlreichen Buchten auf, aufgereiht wie die Perlen der Majòricas, darunter die bekannten Strände von Cala Millor, Sa Coma und S’Illot, die längst vom Geheimtipp zum Massenziel geworden sind.

Im Westen des Llevant liegen die weiten Felder der Landwirtschaft im Gebiet von Sant Llorenç und Manacor. Arbeiten, den Pflug ziehen, Säcke voll Getreide schleppen, aus einer sinia (einem maurischen Schöpfbrunnen) in endlosen Kreisen um die Achse Wasser pumpen, das alles verrichteten die zahllosen Esel und Maultiere. Nach und nach wurden sie durch moderne Traktoren und Maschinen ersetzt. Die Pferde auf Mallorca hatten mit all der Arbeit nichts zu tun, allenfalls einen Wagen ziehen, was nicht so sehr zu Transportzwecken diente, denn die mallorquinischen Pferde sind echte Renner.

Zweimal im Jahr finden sich im Llevant alle Traberfans, Wettbürobesitzer und Züchter auf der Trabrennbahn von Manacor ein, wenn es um den Gran Premio para Potros de Tres Años (Trabrennen der Dreijährigen) geht. Nicht die Edelleute begannen mit der Pferdezucht, sondern im frühen 20. Jahrhundert die Bauern aus dem Llevant.

Weiterführender Link >> http://de.wikipedia.org/wiki/Llevant

Beitrag aktualisiert am 22.08.2013 | 09:21