Nach einer kurzen Periode mit mildem, fast frühlingshaftem Wetter wird Spanien erneut mit instabilen Wetterbedingungen konfrontiert. Das Land scheint diese Woche zwischen zwei sogenannten DANA-Tiefs festzustecken, einem meteorologischen Phänomen, das häufig für heftigen Regen und Gewitter sorgt.
Ein DANA, in Spanien oft auch als „gota fría” bezeichnet, ist eine abgeschlossene Blase mit sehr kalter Luft in großer Höhe. Wenn diese kalte Luft auf warme und feuchte Luft über dem Mittelmeer trifft, kann dies plötzlich zu starken Regenfällen, Gewittern und manchmal zu Überschwemmungen führen, insbesondere entlang der Ostküste Spaniens, wie in den Regionen Murcia und Valencia, und in geringerem Maße auch in Katalonien und auf den Balearen.
Zu Beginn der Woche wurde das Wetter in Spanien noch von Sturm Regina bestimmt. Obwohl dieses System inzwischen verschwunden ist, hat es eine DANA hinterlassen. Diese sorgt erneut für Schauer und Gewitter in verschiedenen Teilen Spaniens.
Die kurze, frühlingshafte Pause der letzten Tage ist damit vorbei. In verschiedenen Regionen hängt zudem Saharastaub in der Luft, was für einen trüben Himmel sorgt. Gleichzeitig nehmen Regen, Wind und sogar Schnee wieder zu. Das sorgt für ein instabiles Wetterbild in weiten Teilen des Landes.
In den letzten Monaten gab es in Spanien bereits auffallend viel Regen. Vor allem im Süden wurden außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen gemessen. An einigen Orten fiel sogar fast so viel Regen wie normalerweise in einem ganzen Jahr. Dies ist unter anderem auf anhaltende Atlantikstörungen und einen sogenannten atmosphärischen Fluss zurückzuführen, der über einen langen Zeitraum Regen ins Land brachte.
Vor allem der Osten Spaniens wird diese Woche mit starken Regenfällen zu kämpfen haben. In Regionen wie Valencia, Murcia, Katalonien und auf den Balearen kann es lokal zu starken Regenfällen kommen. An einigen Orten kann die Niederschlagsmenge 60 bis 100 Millimeter und lokal sogar mehr als 120 Millimeter erreichen. Dies kann lokal zu Überschwemmungen führen.
Auch der Nordwesten bleibt nicht verschont. In Galicien, Asturien und Teilen von Kastilien und León wird ebenfalls Regen erwartet. Entlang der kantabrischen Küste können die Niederschlagsmengen bis zum Wochenende etwa 80 bis 100 Millimeter erreichen.
Der Freitag könnte der unbeständigste Tag der Woche werden. Dann wird ein zweites DANA erwartet, das aus dem Nordwesten in Richtung Iberische Halbinsel (Spanien und Portugal) zieht. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit von Schauern und Gewittern im Norden, Zentrum und Süden Spaniens erneut an.
Auch am Wochenende bleibt das Wetter wahrscheinlich wechselhaft mit vereinzelten Schauern und niedrigeren Temperaturen. Wie intensiv das schlechte Wetter genau sein wird, bleibt ungewiss, da DANA-Tiefs dafür bekannt sind, dass sie schwer vorherzusagen sind.
Quelle: Agenturen





