Der spanische Taxiverband hat seine Unterstützung für den von den Gewerkschaften CCOO und UGT organisierten Streik im Straßengüter- und Personenverkehr (Lkw und Busse) zum Ausdruck gebracht. Dieser Streik findet am 28. Oktober, 11., 28. und 29. November, 5. und 9. Dezember statt und wird ab dem 23. Dezember auf unbestimmte Zeit fortgesetzt.
Die Asociación Nacional del Taxi unterstützt den Streik im Verkehrssektor und unterstreicht die Notwendigkeit besserer Bedingungen in diesem Sektor. Bei rund 100.000 Taxifahrern in Spanien ist die Sorge um Gesundheit und Wohlergehen weit verbreitet. Die Forderungen nach einer Frühverrentung zeigen, unter welch schwierigen Bedingungen viele Fahrer arbeiten.
Die Fahrer sind häufig Stress ausgesetzt, der von gefährlichem Verkehr bis zu unvorhersehbarem Kundenverhalten reicht und zu psychischen und physischen Gesundheitsproblemen führen kann. Ihre Rolle wird jedoch sowohl von der Öffentlichkeit als auch von den politischen Entscheidungsträgern häufig unterschätzt.
Die Gewerkschaften CCOO und UGT haben darauf hingewiesen, dass der Streik der Lkw- und Busfahrer nicht nur für die Taxifahrer, sondern auch für die Selbstständigen in diesem Sektor von Bedeutung ist. Sie werden aufgefordert, die Streikaktionen zu unterstützen und zu begleiten.
Die Gewerkschaften stellen klar, dass die Frühverrentung aufgrund von Berufsrisiken auch für Selbstständige gilt. Dies ermöglicht es ihnen, sich an der Aktion zu beteiligen, auch wenn dies für sie eine vorübergehende Einstellung ihrer Tätigkeit bedeutet, da sie keine Gehaltsempfänger sind.
In Spanien gibt es etwa 250.000 Lohnempfänger im Verkehrssektor, wobei die Gewerkschaften davon ausgehen, dass sich auch Selbstständige an der Aktion beteiligen werden, wodurch sich die Zahl auf 500.000 Beschäftigte erhöhen könnte. Auch Busfahrer sind betroffen; die offizielle Zahl liegt bei 98.000 Beschäftigten, was sich jedoch nur auf die Vollbeschäftigung in diesem Sektor bezieht.
Mit dem jüngsten Streik von CCOO und UGT soll auf die schwerwiegenden Folgen des Fahrerberufs hingewiesen werden. Die Fahrer haben aufgrund der langen Fahrten und des Stresses oft mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Verdienen sie in Anbetracht der Risiken, denen sie täglich ausgesetzt sind, nicht eine faire Chance auf einen Vorruhestand?
Quelle. Agenturen




